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Aktuell · 13.07.2026 08:18

Sonnenstich und Hitzschlag: Warnzeichen erkennen und richtig handeln

Bei hohen Temperaturen können Sonnenstich, Erschöpfung und Hitzschlag rasch gefährlich werden. Entscheidend sind frühe Warnzeichen, schnelle Kühlung und der Notruf bei Bewusstseinsstörungen oder sehr hoher Körpertemperatur.

Paris – 13.07.2026: Direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken kann einen Sonnenstich auslösen. Besonders gefährdet sind kleine Kinder, ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen sowie Menschen, die bei Hitze körperlich arbeiten oder Sport treiben. Gesundheitsbehörden weisen darauf hin, dass Hitzeprobleme nicht erst nach mehreren Tagen auftreten können: Auch ein einzelner sehr heißer Tag kann den Kreislauf und die Temperaturregulation des Körpers überfordern.

Ein Sonnenstich zeigt sich häufig durch starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Benommenheit und eine auffällige Müdigkeit. Hinzu kommen können hohes Fieber, ein geröteter Kopf, mögliche Sonnenbrände und in schweren Fällen Bewusstseinsverlust. Davon abzugrenzen ist der Hitzschlag: Er betrifft den gesamten Körper, kann mit einer Temperatur von mehr als 39 Grad, Verwirrtheit, beschleunigtem Puls und veränderter Atmung einhergehen und ist ein medizinischer Notfall.

Wer bei einer Person solche Beschwerden feststellt, sollte sie sofort aus der Sonne in einen kühlen, schattigen oder klimatisierten Bereich bringen. Enge Kleidung sollte gelockert werden. Der Körper kann vorsichtig mit Wasser gekühlt werden, etwa durch feuchte Tücher, Besprühen oder eine lauwarme Dusche. Luftbewegung durch einen Ventilator kann ebenfalls helfen, sofern die betroffene Person dadurch nicht auskühlt oder zusätzlich belastet wird.

Bei Verwirrtheit, starker Schläfrigkeit, Krampfanfällen, Bewusstseinsverlust, Atemproblemen oder sehr hoher Körpertemperatur muss unverzüglich der medizinische Notruf 15 oder die europäische Notrufnummer 112 gewählt werden. Bewusstlosen Personen darf nichts zu trinken gegeben werden. Bis professionelle Hilfe eintrifft, ist eine sichere Seitenlage angezeigt, wenn die Person atmet. Bei fehlender normaler Atmung müssen die Notrufleitstelle und gegebenenfalls Wiederbelebungsmaßnahmen folgen.

Zur Vorbeugung empfehlen die französischen Gesundheitsstellen, regelmäßig Wasser zu trinken, körperliche Anstrengung in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen und Alkohol zu vermeiden. Wohnungen sollten tagsüber gegen die Hitze abgeschirmt und nachts gelüftet werden, wenn die Außenluft kühler ist. Im Freien helfen helle, lockere Kleidung, Kopfbedeckung, Schatten und regelmäßige Pausen in kühlen Räumen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt alleinlebenden älteren Menschen, Säuglingen, Kleinkindern, chronisch Kranken und Personen mit bestimmten Medikamenten. Angehörige, Nachbarn und Arbeitgeber sollten in Hitzephasen aktiv nachfragen, ob ausreichend getrunken wird und ob Beschwerden bestehen. Medikamente dürfen nicht eigenmächtig abgesetzt oder verändert werden; bei Unsicherheiten ist ärztlicher oder pharmazeutischer Rat erforderlich. Bei anhaltenden, aber nicht akut lebensbedrohlichen Beschwerden sollte zeitnah eine Arztpraxis kontaktiert werden.

Quellen

  • franceinfo Gesundheitsredaktion
  • Französisches Gesundheitsministerium
  • Assurance Maladie

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