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Aktuell · 18.07.2026 16:15

TF1 nimmt Schauspieler von “Ici tout commence” nach heftiger Auseinandersetzung aus der Produktion

Nach einem schweren Zwischenfall zwischen zwei Darstellern der TF1-Serie "Ici tout commence" wurde ein Schauspieler vorsorglich von der Produktion ausgeschlossen. Der Sender betont den Schutz der Teams.

Frankreich – 18.07.2026: TF1 hat einen Schauspieler der täglichen Serie "Ici tout commence" nach einer heftigen Auseinandersetzung mit einer Schauspielkollegin vorläufig von der Produktion ausgeschlossen. Der Zwischenfall ereignete sich am Freitag, 17. Juli, am Rande eines Drehs. Der Sender bestätigte, eine vorsorgliche Maßnahme getroffen zu haben.

Damit reagiert der Privatsender auf einen Vorfall, dessen genaue Umstände bislang nicht öffentlich ausgeleuchtet sind. Weder zum Ablauf noch zu möglichen Folgen für die Beteiligten wurden weitergehende Angaben gemacht. Die Maßnahme bedeutet zunächst keinen Schuldspruch, sondern soll den Produktionsalltag absichern, während der Sachverhalt geprüft wird.

Gerade bei einer täglichen Serie wie "Ici tout commence" trifft ein solcher Einschnitt auf einen eng getakteten Betrieb. Die Folgen werden mit erheblichem zeitlichem Vorlauf produziert, Kulissen, Drehbücher und Besetzungen greifen präzise ineinander. Eine kurzfristige Abwesenheit eines Ensemblemitglieds verlangt daher nicht nur organisatorische Lösungen, sondern auch besondere Rücksicht auf die Teams vor und hinter der Kamera.

TF1 erklärte, Gewalt in keiner Form zu dulden. Die Entscheidung, den betroffenen Darsteller zunächst nicht weiter einzusetzen, ist als Schutzmaßnahme für die am Set Beschäftigten zu verstehen. Im Zentrum steht dabei nicht allein die sichtbare Fernsehproduktion, sondern auch die Sicherheit jener vielen Gewerke, die den Rhythmus eines täglichen Formats tragen: Regie, Technik, Maske, Kostüm und Redaktion.

"Ici tout commence" gehört seit seinem Start im Jahr 2020 zu den festen Serienangeboten von TF1. Das in einer Kochschule angesiedelte Format lebt von einem großen Ensemble und einer Erzählweise, in der private Konflikte, beruflicher Ehrgeiz und Familiengeschichten eng verschränkt werden. Im Programm des Senders läuft die Serie weiterhin am frühen Abend.

Der aktuelle Fall lenkt den Blick nun jedoch weg von den fiktiven Krisen der Serie und auf die Verantwortung einer Produktion gegenüber ihren Beschäftigten. Bei Vorwürfen körperlicher Gewalt ist Zurückhaltung geboten, solange die Fakten nicht abschließend geklärt sind. Zugleich zeigt die schnelle Reaktion des Senders, welchen Stellenwert ein geschütztes Arbeitsumfeld in der französischen Fernsehbranche beansprucht.

Ob und wann der vorläufig ausgeschlossene Schauspieler an das Set zurückkehrt, ist offen. Ebenso bleibt abzuwarten, ob die Produktion ihre Planung oder bereits vorbereitete Handlungsstränge verändern muss. Für das Publikum dürfte die Nachricht vor allem deshalb irritierend sein, weil eine tägliche Serie gewöhnlich Verlässlichkeit verspricht – und nun selbst von einer sehr realen Erschütterung eingeholt wird.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Pro

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