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Alle Artikel · 27.07.2023 06:44

Tigermücke: Gefährliche Mückenplage in Südfrankreich

Die Tigermücke breitet sich in Frankreich mit großer Geschwindigkeit aus. Aber wie kann man sie erkennen und was kann ein Stich dieser Mücken bedeuten? Die Stiche gewöhnlicher Mücken lösen je nach Hauttyp mehr oder...

Die Tigermücke breitet sich in Frankreich mit großer Geschwindigkeit aus. Aber wie kann man sie erkennen und was kann ein Stich dieser Mücken bedeuten?

Die Stiche gewöhnlicher Mücken lösen je nach Hauttyp mehr oder weniger starke Reaktionen aus. Manche Menschen reagieren allergisch, andere haben nur Juckreiz. Bei den Stichen der Tigermücke sieht die Sache jedoch anders aus.

Ihre Stiche verursachen Juckreiz und Rötungen, die viel stärker sind als bei der gemeinen Stechmücke. Es juckt sofort und es kann eine Blase entstehen. Die Haut wird hart, warm und manchmal schmerzt es. Diese Reaktion ist auf den Speichel der Tigermücke zurückzuführen, der eine blutgerinnungshemmende Substanz enthält.

Die Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und tauchte 2004 erstmals im Süden Frankreichs auf, wo sie sich sehr schnell ausbreitete. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sie sich bereits in 71 Departements angesiedelt hat. Man erkennt eine Tigermücke an ihrer Größe, sie ist etwas kleiner ist als die gewöhnliche Stechmücke, und vor allem daran, dass sie weiße Tigerstreifen auf ihrem Körper trägt.

Die Tigermücke kann gestochene Menschen mit verschiedenen Krankheiten infizieren. Hauptsächlich mit dem Zika-Virus, dem Dengue-Fieber und dem Chikungunya-Virus. Diese Infektionen führen oft zu hohem Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen über mehrere Tage, sind aber selten tödlich.

Im Jahr 2022 wurden laut einem Bericht von Santé publique France 378 Fälle von importiertem Dengue-Fieber, 23 Fälle von Chikungunya und sechs Fälle von Zika in Frankreich gemeldet, vor allem in Südfrankreich. 66 autochthone Dengue-Fälle (d. h. die Person hat sich in Frankreich infiziert) wurden im letzten Jahr gemeldet, während es im gesamten Zeitraum 2010 bis 2021 nur 48 waren. Es gibt keine Behandlungen gegen diese Krankheiten.

Bis zum 21. Juli 2023 wurden allein in diesem Jahr 206 Fälle von Dengue-Fieber und fünf Fälle von Chikungunya-Fieber festgestellt.

Wer gestochen wird, sollten seine Haut sofort mit Seife oder einem Desinfektionsmittel reinigen. Wenn der Stich sehr stört, kann man eine beruhigende Salbe, Essig oder auch ätherisches Lavendelöl auftragen. Achtung: Kratzen kann zu einer unangenehmen Infektion führen.

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