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Alle Artikel · 05.03.2025 10:19

Toulons wildes Hinterland – Ein Tagesausflug voller Überraschungen

Toulon – die charmante Hafenstadt an der französischen Riviera – ist bekannt für ihre Strände und die malerische Altstadt. Doch wer sich nur an der Küste aufhält, verpasst ein echtes Abenteuer: das Hinterland. Hier,...

Toulon – die charmante Hafenstadt an der französischen Riviera – ist bekannt für ihre Strände und die malerische Altstadt. Doch wer sich nur an der Küste aufhält, verpasst ein echtes Abenteuer: das Hinterland. Hier, in der wilden Provence, warten spektakuläre Berglandschaften, urige Dörfer und ein Hauch von Nostalgie. Also, rein ins Auto, wir haben viel vor!


Erster Stopp: Die Mont Faron-Seilbahn – Ein Blick über Toulon

Bevor es ins Hinterland geht, lohnt sich ein kurzer Abstecher auf den Mont Faron. Dieser 584 Meter hohe Berg bietet einen sagenhaften Blick auf Toulon und das Mittelmeer. Wer mag, kann die kurvige Straße mit dem Auto erklimmen – oder die Seilbahn nehmen. Oben angekommen, lohnt sich ein kleiner Spaziergang entlang der Festung und durch die duftenden Pinienwälder.

Doch jetzt ruft das Hinterland! Über die D46 verlassen wir Toulon in Richtung Norden. Die Straße windet sich durch karge Hügel, Olivenhaine und Weinfelder. Unser nächster Halt: ein echtes Bilderbuchdorf.


Ein Spaziergang durch Le Revest-les-Eaux

Nach etwa 15 Minuten erreichen wir Le Revest-les-Eaux. Ein Ort wie aus der Zeit gefallen – enge Gassen, ein alter Waschplatz und ein Schloss, das majestätisch über allem thront. Der Ort ist winzig, aber genau das macht seinen Charme aus.

Besonders schön: der kleine See „Lac du Revest“. Ein perfekter Ort für eine Pause! Das Wasser glitzert in der Sonne, und die umliegenden Felsen spiegeln sich darin. Wer mag, kann sich hier einfach auf eine Bank setzen und die Stille genießen.

Weiter geht’s! Die Straße führt nun tiefer ins Landesinnere.


Versteckte Schluchten und ein Hauch von Wildnis

Etwa 20 Minuten nordwestlich von Le Revest wartet die nächste Überraschung: die Gorges du Destel. Ein echter Geheimtipp! Diese enge Schlucht ist perfekt für eine kleine Wanderung.

Der Weg führt durch bizarre Felsformationen, über kleine Wasserläufe und vorbei an alten Höhlen. Es ist erstaunlich ruhig hier – nur das Zirpen der Grillen und das gelegentliche Rauschen des Windes sind zu hören.

Aber Vorsicht: Die Wege sind teils schmal und erfordern Trittsicherheit. Dafür wird man mit Ausblicken belohnt, die man so schnell nicht vergisst.

Nach dieser Erkundungstour meldet sich der Hunger. Zeit für eine kulinarische Pause!


Mittagessen in Signes – Provence auf dem Teller

Die nächste Etappe bringt uns nach Signes, einem typischen provenzalischen Dorf mit verwinkelten Gassen und einem lebhaften Marktplatz. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: kleine Cafés, eine alte Kirche und natürlich hervorragendes Essen.

Unser Tipp: das „Auberge de la Fontaine“. Hier gibt es traditionelle Küche vom Feinsten. Besonders zu empfehlen: das Daube de Boeuf – ein langsam geschmortes Rinderragout mit Rotwein. Dazu ein Glas lokaler Rosé? Perfekt!

Gut gestärkt geht es weiter – diesmal in Richtung Hochprovence.


Auf den Spuren der Römer: Die Brücke von Sainte-Anne

Etwa 10 Kilometer hinter Signes liegt ein fast vergessenes Relikt der Antike: die Pont de Sainte-Anne. Diese römische Brücke überspannt einen kleinen Fluss und wirkt, als wäre sie seit Jahrhunderten unberührt.

Kaum Touristen, kein Verkehr – nur die Natur und dieses steinerne Meisterwerk. Wer sich ein bisschen Zeit nimmt, kann sogar noch alte römische Inschriften entdecken.

Von hier aus schlängelt sich die Straße durch karge Landschaften weiter nach Norden. Unser Ziel: das höchstgelegene Dorf der Region.


La Roquebrussanne – Lavendel, Ruhe und eine alte Mühle

Nach einer guten halben Stunde Fahrt taucht La Roquebrussanne auf. Ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Hier duftet es nach Lavendel, und überall sieht man Steinhäuser mit bunten Fensterläden.

Das Highlight? Die alte Windmühle oberhalb des Dorfes. Der kurze Spaziergang dorthin lohnt sich – der Blick reicht bis zum Mittelmeer.


Letzter Stopp: Weinprobe in Méounes-lès-Montrieux

Kein Provence-Trip ohne Wein! Unser letzter Halt führt uns nach Méounes-lès-Montrieux, wo einige der besten Weingüter der Region zu finden sind.

Ein besonderes Juwel: das Domaine de la Portanière. Hier werden typisch provenzalische Weine gekeltert – würzige Rote und frische Rosés. Eine kleine Verkostung? Warum nicht!


Zurück nach Toulon – Ein Tag voller Entdeckungen

Nach diesem ereignisreichen Tag geht es zurück nach Toulon. Die Sonne taucht die Hügel in goldenes Licht, und in der Luft liegt der Duft von Pinien.

Wer hätte gedacht, dass das Hinterland so viel zu bieten hat? Unberührte Natur, urige Dörfer und kulinarische Highlights – und das alles nur einen Steinwurf von der Küste entfernt.

Ein Reisebericht von V.O.Yager

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