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Aktuell · 18.07.2026 14:46

Tour de France: Paret-Peintre in sechskoepfiger Spitze am Markstein

Auf der 14. Etappe der Tour de France 2026 hat sich Valentin Paret-Peintre in eine sechsköpfige Spitzengruppe geschoben. Das Rennen über 155,3 Kilometer von Mulhouse zum Markstein ist am 18. Juli noch nicht entschieden.

Le Markstein – 18.07.2026: Die Vogesen haben das Feld der Tour de France in kleine Teile zerlegt. Auf der 14. Etappe von Mulhouse zum Markstein fährt am Samstagnachmittag eine sechsköpfige Spitzengruppe vor dem Peloton, in der auch Valentin Paret-Peintre vertreten ist. Ein Etappensieger steht zu diesem Zeitpunkt nicht fest; die offiziellen Wertungen weisen für den Abschnitt noch kein Ergebnis aus.

Für Paret-Peintre ist die Flucht ein Angriff in einem Terrain, das keine Schonfrist gewaehrt. Die Etappe ist mit 155,3 Kilometern vergleichsweise kurz, doch ihre Abfolge von Anstiegen macht sie zu einem dichten Belastungstest. Der Grand Ballon, der Col du Page, der Ballon d'Alsace und der Col du Haag reihen sich auf einer Strecke aneinander, auf der Erholung kaum möglich ist.

Die Spitzengruppe muss dabei zwei Rechnungen zugleich lösen. Sie braucht Zusammenarbeit, um den Abstand zum Feld gegen die Kraft der Mannschaften der Gesamtwertung zu verteidigen. Zugleich darf keiner der sechs Fahrer zu viele Koerner an der Spitze verbrennen, denn der Schlussanstieg entscheidet über Rhythmus, Platzierung und mögliche Attacken. Gerade in kleinen Gruppen wird jeder Wechsel an der Spitze zur taktischen Frage.

Der Col du Haag verleiht dem Finale eine besondere Schaerfe. Die erstmals bei der Tour befahrene Auffahrt misst 11,2 Kilometer und weist durchschnittlich 7,3 Prozent Steigung auf. Einzelne Rampen sind deutlich steiler. Danach bleiben nur wenige Kilometer bis zum Ziel am Markstein-Fellering. Wer dort noch Reserven besitzt, kann aus einer Flucht heraus den entscheidenden Vorstoss setzen oder aus dem Feld Zeit im Gesamtklassement gewinnen.

Im Gelben Trikot ist Tadej Pogacar in diese Etappe gegangen. Der Slowene traegt damit die Verantwortung seines Teams im Hintergrund, während die Ausreisser vorne um Sichtbarkeit und die Chance auf den Tagessieg ringen. Jonas Vingegaard startet als Trikottraeger der Bergwertung, Mads Pedersen traegt Gruen und Juan Ayuso das Weisse Trikot des besten Nachwuchsfahrers.

Das Profil erklärt, weshalb der Rennverlauf jederzeit kippen kann. Auf den schmalen, kurvigen Strassen der Vogesen lassen sich Gruppen nicht nur bergauf, sondern auch in den Abfahrten auseinanderziehen. Eine Mannschaft, die früh das Tempo erhoeht, kann Helfer isolieren und einen Favoriten zu langen Solofahrten zwingen. Die Flucht um Paret-Peintre profitiert deshalb von jedem Moment, in dem das Peloton zoegert.

Die Organisatoren hatten die Zielankunft am Markstein für etwa 17.38 Uhr angesetzt. Bis dahin bleibt die Lage offen: Die sechs Fahrer an der Spitze besitzen eine reale Plattform für den Etappenkampf, doch die schweren Kilometer zum Col du Haag und der finale Abschnitt lassen keinen Schluss auf den Ausgang zu. Fest steht nur: In den Vogesen hat die Tour ihren ruhigen Tritt verloren.

Quellen

  • Tour de France – offizielle Etappen- und Wertungsseite
  • Franceinfo – Live-Berichterstattung zur 14. Etappe
  • L'Equipe – Streckenanalyse der 14. Etappe
  • ProCyclingStats – Live-Renndaten

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