Alle Artikel · 01.10.2022 10:28
Trend: Franzosen sind verrückt nach Bonbons
Die Franzosen haben noch nie so viele Süßigkeiten gegessen. Wie lässt sich das erklären? Die Franzosen, die France Télévisions am Freitag, dem 30. September, auf der Straße befragte, lieben sie. Und in einem Pariser...
Die Franzosen haben noch nie so viele Süßigkeiten gegessen. Wie lässt sich das erklären?
Die Franzosen, die France Télévisions am Freitag, dem 30. September, auf der Straße befragte, lieben sie. Und in einem Pariser Geschäft häufen sich die Bestellungen. Die Spezialität des Hauses sind Bonbonpyramiden. Magali Pastel, Geschäftsführerin von Pastel Candy, verkauft mindestens sechs davon pro Woche. Seit eineinhalb Jahren ist ihr Auftragsbuch voll. "Seitdem wir aus der Covid-Krise raus sind, geht es wieder aufwärts den Geburtstagen. Ich glaube, es gibt jetzt 300% Bestellungen mehr", sagt sie dem Sender France 2.
Auch Erwachsene sind begeistert
Das Wort "Bonbon" tauchte im 17. Jahrhundert mit dem jungen König Ludwig XIII. auf. Sein Arzt gab ihm Zucker mit Rosenduft, wenn er krank war, und nannte das ein "Bonbon geben". Über viele Jahre waren Süßigkeiten Medikamente. Später wurden sie nur noch mit dem süßen Vergnügen in Verbindung gebracht und schliesslich sogar in einem Lied von Annie Cordy gefeiert. Dann kam die Zeit der modernen Süßigkeiten: Carambar, Gummibären oder Tagada-Erdbeeren. Heute finden alte Rezepte ihren Adelsbrief wieder. Das Unternehmen Kubli, das sie seit über 100 Jahren herstellt, verzeichnet im Jahr 2022 dank einer neuen Zielgruppe - den Erwachsenen - 20% mehr Verkäufe.