Alle Artikel · 26.04.2024 07:38
"Un p'tit truc en plus" – Artus' liebevoller Blick auf die Behinderungen und Inklusion
In seinem Regiedebüt setzt der Komiker Artus mit „Un p'tit truc en plus“ ein humorvolles und herzliches Zeichen für Inklusion und Akzeptanz. Besonders hervorzuheben ist seine Entscheidung, die Rollen mit jungen Schauspieltalenten mit Behinderung...
In seinem Regiedebüt setzt der Komiker Artus mit „Un p'tit truc en plus“ ein humorvolles und herzliches Zeichen für Inklusion und Akzeptanz. Besonders hervorzuheben ist seine Entscheidung, die Rollen mit jungen Schauspieltalenten mit Behinderung zu besetzen. Einer von ihnen ist Thibaut Conan.
Thibaut, der seine körperlichen Herausforderungen als Stärke sieht, betrachtet seine Rolle im Film als Höhepunkt seines bisherigen Lebenswegs. Der Film gab ihm die Gelegenheit, seine Leidenschaft für das Schauspiel zu entdecken und weiterzuentwickeln, was zeigt, wie mächtig die Leinwand sein kann, wenn sie echte Geschichten und echte Menschen darstellt.
„Ich dachte zuerst, es sei ein Scherz“, erinnert sich Thibaut an den Moment, als er erfuhr, dass er für den Film ausgewählt wurde. Sein Trainer, Éric Michel, hatte heimlich Fotos von seinem Team an die Casting-Agentur gesendet – eine Entscheidung, die Thibauts Leben veränderte. Während der siebenwöchigen Dreharbeiten fühlte er sich am Set sofort wie zu Hause, umgeben von Menschen, die, wie er, „ein kleines Extra“ hatten.
Nach den Dreharbeiten kehrte Thibaut zu seiner Arbeit als mechanischer Kontrolleur zurück, doch die Erfahrung hat bei ihm eine alte Leidenschaft für das Schauspiel neu entfacht. Jetzt widmet er drei Abende pro Woche dem Schauspieltraining, in der Hoffnung auf weitere Rollen und den Moment, sich selbst erneut auf der großen Leinwand zu sehen.
Der Film „Un p'tit truc en plus“ zeigt nicht nur die Realitäten von Menschen mit Behinderungen, sondern feiert auch ihre Beiträge zu Gesellschaft und Kultur. Artus’ Entscheidung, diese Talente in den Vordergrund zu rücken, könnte ein bedeutender Schritt hin zu einer inklusiveren Filmindustrie sein. Wie wird das Publikum auf diesen erfrischenden und ehrlichen Einblick reagieren, und welchen Einfluss wird er auf die zukünftige Darstellung von Behinderungen im Film haben?