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Aktuell · 22.06.2026 12:07

UNO-Bericht: Über 700 Zivilisten während der Wahlen in Myanmar getötet

Die Vereinten Nationen berichten von über 700 zivilen Todesopfern durch die myanmarische Armee während der Wahlen im Dezember und Januar.

Yangon – 22.06.2026: Die Vereinten Nationen haben einen alarmierenden Bericht veröffentlicht, der die anhaltende Gewalt in Myanmar dokumentiert. Demnach wurden während der Wahlen im Dezember 2025 und Januar 2026 über 700 Zivilisten von der myanmarischen Armee getötet. Diese Zahlen basieren auf Berichten von Menschenrechtsorganisationen und UN-Vertretern.

Die Wahlen, die von der Militärregierung organisiert wurden, fanden in nur 263 der 330 Kommunen statt und waren hauptsächlich auf städtische Gebiete unter militärischer Kontrolle beschränkt. Ländliche Regionen und Gebiete mit Konflikten, in denen die Armee nicht präsent war, blieben vom Wahlprozess ausgeschlossen. Dies führte dazu, dass große Teile der Bevölkerung, insbesondere Binnenvertriebene und ethnische Minderheiten wie die Rohingya, vom Wahlrecht ausgeschlossen wurden.

Während des Wahlzeitraums wurden 408 Luftangriffe der Armee dokumentiert, bei denen mindestens 170 Zivilisten getötet wurden. Ein besonders schwerer Angriff ereignete sich am 22. Januar in der Stadt Bhamo im Kachin-Staat, bei dem bis zu 50 Zivilisten ums Leben kamen.

Die UN-Menschenrechtskommissarin Volker Türk kritisierte die Wahlen scharf und bezeichnete sie als Farce, die darauf abzielte, die militärische Herrschaft zu zementieren. Er betonte, dass die Wahlen weder frei noch fair waren und lediglich dazu dienten, die internationale Gemeinschaft zu täuschen.

Zusätzlich zu den Luftangriffen wurden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen dokumentiert, darunter willkürliche Verhaftungen und Folter von Oppositionellen und Kritikern der Militärregierung. Diese Maßnahmen verstärken die ohnehin schon angespannte humanitäre Lage im Land.

Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, effektive Maßnahmen zu ergreifen, um die Verantwortlichen für diese Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen und die humanitäre Krise in Myanmar zu lindern. Die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen haben wiederholt zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen, um den betroffenen Zivilisten zu helfen und den Weg für eine friedliche und demokratische Zukunft des Landes zu ebnen.

Trotz der anhaltenden Gewalt und der schwierigen humanitären Situation setzen die Menschen in Myanmar ihren Widerstand fort und streben nach Frieden und Demokratie. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, diesen Bestrebungen durch Unterstützung und Druck auf die Militärregierung Nachdruck zu verleihen.

Die Vereinten Nationen haben angekündigt, ihre Bemühungen fortzusetzen, um die humanitäre Hilfe zu verstärken und die Verantwortlichen für die Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Zudem wird eine verstärkte internationale Zusammenarbeit angestrebt, um den Druck auf die Militärregierung zu erhöhen und den Weg für eine friedliche Lösung des Konflikts zu ebnen.

Die Situation in Myanmar bleibt angespannt, und die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, effektive Maßnahmen zu ergreifen, um die humanitäre Krise zu bewältigen und den Weg für eine demokratische Zukunft des Landes zu ebnen.

Quellen

  • UNO-Bericht über Gewalt in Myanmar während der Wahlen

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