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Aktuell · 25.06.2026 07:06

“Vergessen Sie nicht zu trinken”: Ein Tag mit einer Pflegekraft während der Hitzewelle, im Einsatz für besonders hitzeempfindliche Menschen

Während der aktuellen Hitzewelle in Frankreich sind Pflegekräfte täglich im Einsatz, um besonders gefährdete Personen zu betreuen und gesundheitliche Risiken durch die Hitze zu minimieren. Ein Einblick in ihren fordernden Alltag.

Paris – 25.06.2026: Frankreich erlebt derzeit eine der intensivsten Hitzewellen der letzten Jahre. In einigen Regionen kletterten die Temperaturen auf bis zu 44 Grad Celsius, was vor allem ältere und chronisch kranke Menschen stark belastet und das Gesundheitssystem vor zusätzliche Herausforderungen stellt.

Pflegekräfte stehen in dieser Situation an vorderster Front. Sie betreuen Menschen, die aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustands besonders anfällig für hitzebedingte Erkrankungen sind. Ein Bericht begleitet eine Pflegekraft bei ihrer Arbeit im Raum Paris und gibt Einblicke in die dringenden Maßnahmen, die sie ergreift, um die Gesundheit ihrer Klienten zu schützen.

Der Arbeitstag beginnt früh am Morgen, um die Stunden der moderateren Temperaturen zu nutzen. Vorgesehen sind mehrere Hausbesuche bei älteren Patienten, darunter eine 85-jährige Dame mit Herzproblemen und ein 72-jähriger Diabetiker. Die Betreuung umfasst die Überprüfung des körperlichen Zustands, die Kontrolle der Wohnräume auf angemessene Temperaturen sowie die Sicherstellung ausreichender Flüssigkeitszufuhr.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Prävention von Hitzschlag und Dehydrierung. Die Pflegekraft erinnert die Betroffenen häufig daran, regelmäßig zu trinken, und gibt praktische Tipps, wie das Schließen von Vorhängen zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung oder das Vermeiden körperlicher Anstrengungen während der heißesten Tageszeit. Die Nutzung von Ventilatoren oder Klimaanlagen wird unterstützt, wo möglich.

Trotz der anstrengenden Bedingungen sind die Pflegekräfte in Bewegung. Sie nutzen klimatisierte Fahrzeuge für die Fahrten zwischen den Haushalten und tragen leichte, atmungsaktive Kleidung, um die Belastung durch die heißen Temperaturen zu reduzieren. Dennoch führt die hohe körperliche Beanspruchung zu Erschöpfungserscheinungen.

An besonders heißen Nachmittagen betreut die Pflegekraft etwa eine 78-jährige Bewohnerin einer Dachgeschosswohnung ohne Klimaanlage. Sie hilft dabei, den Körper mit feuchten Tüchern zu kühlen und kontrolliert sorgfältig die Medikamenteneinnahme sowie mögliche Symptome von Dehydrierung.

Am Tagesende hält die Pflegekraft inne und reflektiert die Belastungen und den Wert ihrer Arbeit. Trotz Erschöpfung sieht sie ihre Aufgabe als unverzichtbar an, denn gerade in Extremwettersituationen können frühzeitige Erkennung und gezielte Unterstützung lebensbedrohlichen Folgen vorbeugen.

Der Bericht verdeutlicht, wie entscheidend die Rolle von Pflegekräften während extremer Hitzewellen ist. Ihre regelmäßigen Besuche sind essenziell, um Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. In einem Klimawandel, der vermehrt zu solchen Wetterlagen führt, wird ihre Arbeit immer wichtiger.

Die Behörden empfehlen daher, die Gesundheitsempfehlungen strikt zu befolgen: Viel Wasser trinken, körperliche Anstrengung in der heißen Tagesmitte vermeiden und kühle Orte aufsuchen. Diese Maßnahmen helfen, gesundheitliche Schäden durch Hitze für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu verhindern und sicher durch den Sommer zu kommen.

Quellen

  • Franceinfo

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