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Alle Artikel · 12.11.2025 09:32

Verstümmelter Leichnam in der Saône: Grausamer Mordfall erschüttert die Grenzregion zur Schweiz

Ein makabrer Fund am Ufer der Saône wirft ein Schlaglicht auf einen mutmaßlichen Mord, der sich zwischen der Schweiz und Frankreich abspielte – mit einem verstümmelten Opfer, einer verdächtigen Mieterin und einem Tatort, der...

Ein makabrer Fund am Ufer der Saône wirft ein Schlaglicht auf einen mutmaßlichen Mord, der sich zwischen der Schweiz und Frankreich abspielte – mit einem verstümmelten Opfer, einer verdächtigen Mieterin und einem Tatort, der womöglich in Flammen aufging, um Spuren zu verwischen.

Am 1. November entdeckten Spaziergänger in der kleinen Gemeinde Fédry im französischen Département Haute-Saône einen menschlichen Körper, der in zwei Hälften geteilt war. Eine weiße, klebrige Substanz bedeckte den Rumpf – als wolle jemand mehr verbergen als nur ein Verbrechen. Die Leiche war zudem gezeichnet von Verletzungen: Schnittwunden am Kopf, an einer Hand, an der Wirbelsäule und ein Stich in die Brust, der letztlich tödlich war. Die Obduktion bestätigte: Der Mann starb an einer massiven inneren Blutung – hervorgerufen durch eine Wunde, die vermutlich mit einem Messer zugefügt wurde. Die Zerteilung des Körpers erfolgte erst nach dem Tod.

Wenige Tage später brachte eine DNA-Analyse aus Lausanne Klarheit über die Identität des Opfers. Es handelt sich um einen 75-jährigen Schweizer aus Sainte-Croix, einem beschaulichen Dorf nahe der französischen Grenze. Der Mann hatte eine Wohnung vermietet – an genau jene Frau, die inzwischen unter dringendem Tatverdacht steht.

Die mutmaßliche Täterin wurde nur einen Tag nach dem Fund des Leichnams von der Grenzpolizei im Kanton Waadt in der Schweiz festgenommen. Bereits da stand sie im Verdacht, ihre Wohnung angezündet zu haben – und das just in dem Haus, das dem verschwundenen Schweizer gehörte. Bald rückte sie auch in den Fokus der Ermittlungen wegen der mysteriösen Vermisstenanzeige, die zeitgleich mit dem Brand einging.

Die Spuren zeigten schnell, dass alles zusammen gehört: Die abgebrannte Wohnung, das Opfer, das sie vermietete, die Verdächtige, die dort lebte – und ein Leichnam, der plötzlich am französischen Flussufer auftauchte.

Jetzt, nachdem das Opfer zweifelsfrei identifiziert wurde, lautet der Vorwurf gegen die Frau: Mord. Oder genauer gesagt: "Assassinat", wie es im Schweizer Strafrecht heißt – ein besonders schwerer Fall vorsätzlicher Tötung. Die Staatsanwaltschaft im Kanton Waadt teilte mit, die Ermittlungen würden nun fortgeführt, um herauszufinden, wann und wo der Mord geschah – in der Schweiz oder vielleicht doch erst in Frankreich? Und warum wurde der Körper über die Grenze gebracht und derart verstümmelt entsorgt?

Die Vorstellung ist schaurig: Ein älterer Mann, der möglicherweise seiner Mieterin helfen wollte – und brutal getötet wurde. War es ein Streit? Gab es Geldprobleme? Oder vielleicht eine psychische Ausnahmesituation? Bislang schweigt die Verdächtige zu den Vorwürfen. Auch über ihre Identität oder ihr Motiv ist offiziell nichts bekannt.

Doch was könnte jemanden zu so einer Tat treiben? Und wie verzweifelt muss jemand sein, einen Leichnam nicht nur zu verstecken, sondern ihn in zwei Teile zu zersägen und über die Grenze zu transportieren?

Die Ermittler in Frankreich und der Schweiz arbeiten nun eng zusammen – ein klassischer Fall grenzüberschreitender Polizeiarbeit. Denn dieser Mord kennt keine Nationalgrenzen, sondern spielt sich genau in jener Zwischenzone ab, in der Frankreich und die Schweiz sich täglich begegnen – auf Märkten, in Zügen, in Mietverträgen.

Es ist eine Gegend, die normalerweise nicht durch Gewaltverbrechen Schlagzeilen macht. Der Fund in Fédry hat das geändert. Die kleine Gemeinde, idyllisch an der Saône gelegen, wurde plötzlich zum Schauplatz eines grausamen Kriminalfalls. Auch in Sainte-Croix sitzt der Schock tief – dort, wo Nachbarn den 75-jährigen Vermieter als freundlich und hilfsbereit beschrieben haben.

Jetzt liegt es an der Justiz, Licht ins Dunkel zu bringen. Denn der Mord an der Saône ist mehr als nur ein Verbrechen – er ist ein Rätsel, das sich über zwei Länder erstreckt und eine Region in Aufruhr versetzt hat.

Autor: C.H.

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