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Aktuell · 20.07.2026 17:30

Vier Festnahmen nach Flucht und Hubschraubereinsatz an der A43 in Isere

Nach einem Unfall auf der A43 bei Nivolas-Vermelle flohen vier Insassen eines mutmasslich gestohlenen Autos zu Fuss. Die Polizei und Gendarmerie nahmen sie nach einer groß angelegten Suche fest.

Nivolas-Vermelle – 20.07.2026: Ein umgestürtztes Auto auf der Autobahn, vier Menschen, die zu Fuss durch die Randbereiche fliehen, und über ihnen ein Hubschrauber der Gendarmerie: Auf der A43 in der Isere hat ein Unfall am Montagmorgen einen umfangreichen Einsatz von Polizei, Gendarmerie und Rettungskräften ausgelöst. Am Nachmittag waren nach Medienberichten alle vier Insassen festgenommen.

Der Unfall ereignete sich gegen 7.40 Uhr auf der Fahrbahn in Richtung Lyon, zwischen Nivolas-Vermelle und Ruy-Montceau. Beteiligt waren ein Renault Kadjar und mindestens ein Lastwagen. Der Wagen soll auf dem Dach zum Liegen gekommen sein. Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte verliessen die vier Insassen das Fahrzeug und flohen über die Begrenzungszäune der Autobahn in umliegende Bereiche.

Die Suche wurde rasch ausgeweitet. Polizeikräfte und Gendarmen durchkaemmten das Gelände; hinzu kam ein Hubschrauber der bei Bron stationierten Fliegerstaffel der Gendarmerie. Nach Berichten lokaler Medien sollen im Verlauf des Einsatzes Warnschuesse abgegeben worden sein. Die Umstände dieses Vorgangs sowie der genaue Ablauf gehören zu den Punkten, die die Ermittlungen weiter klären müssen.

Drei Personen wurden zunächst aufgegriffen, der vierte Mann am späten Vormittag in einem bewaldeten Gebiet von Gendarmen der Eingreifgruppe PSIG Villefontaine gefunden und festgenommen. Mehrere der Betroffenen wurden medizinisch versorgt. Mindestens eine Person war nach Angaben lokaler Medien schwerer verletzt und wurde von Feuerwehr und dem Notarztteam aus Bourgoin-Jallieu betreut. Angaben zu Identitäten oder einem möglichen Tatvorwurf machten die Behörden zunächst nicht öffentlich.

Im verunglueckten Renault Kadjar fanden die Einsatzkräfte nach den bislang bekannten Informationen zahlreiche Mobiltelefone und Zubehoer. Das Fahrzeug soll zudem am Wochenende als gestohlen gemeldet worden sein. Ob die Gegenstände aus einem Einbruch stammen und welche Rolle den Festgenommenen dabei jeweils zugeschrieben wird, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Bis zu einer justiziellen Bewertung gilt für alle Betroffenen die Unschuldsvermutung.

Die A43 blieb während der Rettungsarbeiten, der Spurensicherung und der Fahndung in Richtung Lyon gesperrt. Der Verkehr wurde bei La Tour-du-Pin von der Autobahn geleitet; es kam zu erheblichen Behinderungen. Kurz nach 12.15 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Der Fall zeigt, wie ein Verkehrsunfall innerhalb weniger Minuten zu einem komplexen Einsatz werden kann, bei dem Unfallhilfe, Fahndung und kriminaltechnische Arbeit gleichzeitig organisiert werden müssen.

Quellen

  • franceinfo
  • Lyon Capitale
  • Lyon Mag

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