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Aktuell · 13.07.2026 00:00

Waldbrand bei Almería stabilisiert: Behörden bestätigen bislang zwölf Tote

Der Großbrand von Los Gallardos in der Provinz Almería ist nach mehreren Tagen unter Kontrolle. Die Behörden halten den Stand von zwölf Todesopfern aufrecht und prüfen weiterhin Vermisstenmeldungen, darunter die einer Französin.

Los Gallardos – 12.07.2026: Der verheerende Waldbrand im südspanischen Los Gallardos in der Provinz Almería ist von den andalusischen Einsatzkräften am Sonntag als stabilisiert eingestuft worden. Damit breitet sich das Feuer nach Angaben der Regionalregierung nicht weiter aus. Der Präsident Andalusiens, Juan Manuel Moreno, sprach von einer Erleichterung nach mehreren besonders belastenden Tagen. Vollständig gelöscht ist der Brand damit jedoch noch nicht.

Der Brand war am Donnerstagabend, dem 9. Juli, in einem bewaldeten Gebiet nahe Los Gallardos ausgebrochen. Er erfasste Teile der Gemeinde Bédar sowie umliegende Landschaften im Osten Andalusiens. Nach übereinstimmenden Berichten kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Die zunächst verbreitete Zahl von 13 Toten ist von den Behörden bislang nicht bestätigt worden. Die Identifizierung der geborgenen Opfer und die gerichtsmedizinischen Untersuchungen dauern an.

Besonders schwer traf das Feuer mehrere abgelegene Siedlungen und Verkehrswege. Einige Todesopfer wurden nach früheren Angaben der Regionalbehörden in einem Weiler von Bédar gefunden; weitere befanden sich offenbar in Fahrzeugen. Dies deutet auf die Gefahren einer raschen Flucht durch Rauch, Hitze und eingeschränkte Sicht hin. Eine abschließende Rekonstruktion der einzelnen Todesfälle liegt noch nicht vor.

Die Zahl der Vermissten bleibt unsicher. Die andalusische Justiz registrierte am Samstagabend eine weitere Anzeige wegen eines Verschwindens; damit lagen acht offizielle Vermisstenmeldungen vor. Frankreichs Außenministerium bestätigte, dass sich eine Französin unter den Vermissten befindet. Die französische Botschaft in Madrid und das Generalkonsulat in Sevilla stehen nach Angaben des Ministeriums mit den spanischen Behörden und den Angehörigen in Verbindung.

Für die Stabilisierung des Feuers waren günstigere Wetterbedingungen entscheidend. Schwächerer Wind und höhere Luftfeuchtigkeit erleichterten den Einsatzkräften, die Ränder des Brandgebiets zu sichern. Die andalusische Waldbrandbekämpfung Infoca und die militärische Notfalleinheit blieben dennoch im Einsatz, um Glutnester zu bekämpfen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Die Evakuierungsmaßnahmen werden schrittweise zurückgenommen. Zeitweise mussten etwa 1600 Bewohner ihre Häuser verlassen. Nachdem bereits rund 600 Menschen zurückkehren durften, genehmigten die Behörden am Sonntag auch die Rückkehr der noch etwa 1000 Evakuierten. Die Freigabe steht unter dem Vorbehalt, dass die Sicherheitslage in den jeweiligen Orten dies zulässt.

Das Ereignis zählt schon jetzt zu den folgenschwersten Waldbränden der jüngeren Geschichte Andalusiens. Nach Medienberichten wurden mehr als 6600 Hektar Gelände in Mitleidenschaft gezogen. Vorrang haben nun die Suche nach Vermissten, die forensische Identifizierung der Toten und die Sicherung des Brandgebiets. Zur Ursache des Feuers veröffentlichten die zuständigen Stellen am Sonntag keine abschließenden Erkenntnisse.

Quellen

  • Euronews
  • Europa Press
  • Canal Sur
  • Französisches Außenministerium laut TF1 Info

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