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Aktuell · 14.07.2026 04:30

Waldbrand bei Fontainebleau: Mehr als 1.000 Hektar betroffen

Ein großflächiger Waldbrand in der Forêt de Fontainebleau in Seine-et-Marne hält die Einsatzkräfte seit dem 12. Juli in Atem. Mehr als 1.000 Hektar sind betroffen, hunderte Feuerwehrleute und Löschflugzeuge stehen im Einsatz.

Fontainebleau – 13.07.2026: Ein großflächiger Brand in der Forêt de Fontainebleau in Seine-et-Marne hat nach aktuellen Berichten mehr als 1.000 Hektar Wald und Vegetation erfasst. Das Feuer war am Sonntag, 12. Juli, am späten Nachmittag nahe Noisy-sur-École ausgebrochen. Die Lage blieb am Montag angespannt, weil sich die Flammen in dem ausgedehnten und trockenen Waldgebiet rasch ausbreiteten.

Nach Angaben, die am Montag veröffentlicht wurden, sind rund fünf Prozent des Massivs betroffen. Die Angaben zur verbrannten Fläche entwickelten sich im Tagesverlauf weiter: Zunächst war von etwa 800 Hektar die Rede, später von mindestens 1.000 Hektar. Einsatzkräfte konzentrierten sich darauf, die Ausbreitung in Richtung bewohnter Bereiche zu verhindern und einzelne Brandherde zu kontrollieren.

Bis zu 800 Feuerwehrleute waren seit Beginn des Einsatzes beteiligt oder wurden in Schichten eingesetzt. Unterstützt wurden die Bodentruppen durch Luftfahrzeuge der Zivilsicherheit. Canadair-Löschflugzeuge nahmen Wasser aus der Seine auf und warfen es über dem Brandgebiet ab. Auch weitere Flugzeuge und Hubschrauber kamen nach Medienberichten zur Brandbekämpfung zum Einsatz.

Der Einsatz gilt für die Region als außergewöhnlich. Die Forêt de Fontainebleau liegt rund 60 Kilometer südöstlich von Paris und ist eines der bedeutendsten Waldgebiete in der Ile-de-France. Wegen ihrer großen Besucherzahl, der sandigen Böden und der weitläufigen Vegetation stellt ein schnell laufender Waldbrand dort besondere Anforderungen an Zufahrten, Wasserversorgung und den Schutz angrenzender Gemeinden.

Innenminister Laurent Nuñez besuchte die Einsatzkräfte am Montag vor Ort. Er erklärte, die Ursache des Feuers werde untersucht; eine vorsätzliche Entstehung werde dabei nicht ausgeschlossen. Ermittlungsbehörden prüften die Umstände mehrerer Brandentwicklungen in der Umgebung. Bis zum Abschluss dieser Untersuchungen gibt es jedoch keine rechtskräftige Feststellung zur Brandursache.

Für Besucher und Anwohner bedeutet der Einsatz weiterhin Einschränkungen im betroffenen Waldgebiet. Behörden und Rettungskräfte raten dazu, Absperrungen strikt zu beachten, Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten und keine eigenen Löschversuche in gefährdeten Bereichen zu unternehmen. Die weitere Entwicklung hängt von der Eindämmung verbliebener Glutnester sowie von Wind, Trockenheit und der nächtlichen Wetterlage ab.

Der Brand unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Waldbrandvorsorge auch in Nordfrankreich. Das Innenministerium hatte die nationale Waldbrandsaison Anfang Juni eröffnet und auf die Notwendigkeit schneller Erstangriffe hingewiesen. Für Fontainebleau steht nun zunächst die Stabilisierung der Lage im Vordergrund; anschließend werden Schadensaufnahme, Ursachenklärung und ökologische Folgen des Feuers zu bewerten sein.

Quellen

  • TF1 Info
  • Ministerium des Innern Frankreich
  • SDIS Seine-et-Marne

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