Aktuell · 20.07.2026 21:45
Waldbrand bei Taradeau und Les Arcs im Var eingedämmt
Der Waldbrand zwischen Taradeau und Les Arcs-sur-Argens ist nach Angaben der Präfektur des Var eingedämmt. Die Einsatzkräfte bleiben wegen Hitze, Trockenheit und wechselnden Winden im Einsatz.
Taradeau – 20.07.2026: Der Waldbrand, der am Sonntagnachmittag bei Taradeau im Departement Var ausgebrochen war und sich bis nach Les Arcs-sur-Argens ausbreitete, ist nach Angaben der Präfektur inzwischen eingedämmt. Damit soll eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert sein. Für die Feuerwehr ist der Einsatz jedoch nicht beendet: Glutnester müssen weiter gesucht und gelöscht werden, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Das Feuer hatte sich am 19. Juli bei extremer Trockenheit, großer Hitze und Wind rasch ausgebreitet. Es erfasste nach zuvor veröffentlichten Einsatzbilanzen etwa 200 Hektar Vegetation. Die Flammen erreichten den Rand von Les Arcs-sur-Argens und setzten dort Wohngebiete unter Druck. Am Montagmittag hatten die Einsatzleitungen noch vor wechselnden Windverhältnissen und neuen Brandherden gewarnt.
Nach den bislang bestätigten Angaben wurden vier Wohnhäuser zerstört, 15 Fahrzeuge brannten aus. Weitere Gebäude wurden durch Feuer, Hitze oder Rauch beeinträchtigt. Rund 150 Menschen mussten zeitweise ihre Häuser verlassen und wurden in kommunalen Einrichtungen untergebracht. Bewohner von Taradeau sowie aus Teilen von Les Arcs-sur-Argens konnten im Verlauf der Nacht und des Montags schrittweise zurückkehren.
An den Löscharbeiten waren zeitweise mehrere hundert Feuerwehrleute beteiligt. Bodentrupps wurden von Flugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Ein Dash-Löschflugzeug brachte dabei eine rund 1,5 Kilometer lange Schutzlinie aus Brandhemmer aus. Diese Maßnahme soll das Vordringen eines Feuers verlangsamen und den Einsatzkräften die Sicherung gefährdeter Bereiche erleichtern.
Die nun gemeldete Eindammung bedeutet nicht, dass keine Gefahr mehr besteht. Feuerwehr und Sicherheitskräfte kontrollieren das Brandgebiet weiter, insbesondere an dessen Rändern und in schwer zugänglichen Vegetationsflächen. Wind kann Funken oder Glut übertragen und bereits gelöschte Bereiche erneut entzünden. Auch die Verkehrslage im Umfeld kann sich deshalb je nach Einsatzfortschritt ändern.
Die Präfektur hatte für den Var bereits wegen der außergewöhnlich angespannten Waldbrandlage Schutzmassnahmen veranlasst. Hitze, ausgetrocknete Vegetation und Wind erhöhen das Risiko neuer Brände erheblich. In mehreren Waldmassiven des Departements galten Zugangsbeschränkungen. Die Behörden fordern dazu auf, Absperrungen einzuhalten, Einsatzwege freizuhalten und keine Handlungen vorzunehmen, die einen Brand auslösen könnten.
Für Taradeau und Les Arcs-sur-Argens bleibt nun die Nachsorge entscheidend. Die Gemeinden und Einsatzdienste prüfen Schäden an Häusern, Fahrzeugen und Infrastruktur. Eine Ursache des Brandes wurde in den bisher veröffentlichten Informationen nicht genannt. Die Entwicklung der Wetterlage in den kommenden Tagen bleibt für die weitere Brandgefahr im Var von zentraler Bedeutung.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur des Var
- Agence France-Presse