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Aktuell · 22.07.2026 02:15

Waldbrand im Var: Feuer bei Taradeau und Les Arcs unter Kontrolle, Ermittlungen laufen

Der große Vegetationsbrand zwischen Taradeau und Les Arcs-sur-Argens ist nach Behördenangaben eingedämmt. Rund 200 Hektar wurden betroffen, mehrere Wohngebiete mussten vorsorglich geräumt werden.

Les Arcs-sur-Argens – 22.07.2026: Der schwere Vegetationsbrand zwischen Taradeau und Les Arcs-sur-Argens im Departement Var ist inzwischen unter Kontrolle. Nach Angaben der Präfektur hatte sich das Feuer am Sonntag, dem 19. Juli, am Nachmittag nahe einer Sportanlage in Taradeau entzündet und sich unter dem Einfluss von Wind rasch ausgebreitet. Die Einsatzkräfte blieben auch nach der Stabilisierung des Brandes vor Ort, um verbliebene Glutnester zu sichern.

Der Brand erfasste nach dem zuletzt veröffentlichten Lagebild etwa 200 Hektar Fläche. Er bewegte sich von Taradeau in Richtung Les Arcs-sur-Argens und erreichte zeitweise den Rand bewohnter Gebiete. Besonders betroffen waren die Bereiche Chateau Saint-Pierre, Font du Loup und Plateau des Aires in Les Arcs. Die Gemeinde hatte dort vorsorglich die Raeumung angeordnet, um Anwohner vor Rauch und einem möglichen Übergreifen der Flammen zu schützen.

Nach Angaben der Präfektur wurden in Les Arcs rund 120 Menschen in Sicherheit gebracht. In Taradeau mussten zudem mehrere Wohnhäuser vorsorglich geräumt werden. Für die aufgenommenen Bewohner stand in Les Arcs eine Unterkunft bereit. Neue Evakuierungen wurden am Abend des 19. Juli nicht mehr angeordnet, nachdem die Intensität des Feuers nachgelassen hatte. Die Rückkehr in betroffene Bereiche blieb jedoch von den Anweisungen der Einsatzleitung abhängig.

Zeitweise waren mehr als 600 Feuerwehrleute mit zahlreichen Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden die Bodenkräfte durch Löschflugzeuge und Hubschrauber. Die Behörden hatten einen departementalen Krisenstab aktiviert und in Les Arcs einen Einsatzleitstand eingerichtet. Mehrere DepartementsStraßen wurden während des Einsatzes gesperrt. Die Maßnahmen sollten den Rettungskräften Bewegungsfreiheit verschaffen und Gefahren für Verkehrsteilnehmer verhindern.

Die Löscharbeiten wurden durch außergewöhnlich trockene Vegetation, hohe Temperaturen und kräftigen Wind erschwert. Diese Bedingungen hatten die schnelle Ausbreitung des Feuers begünstigt. Für den 21. Juli galten in Teilen des Var erneut strenge Zugangsbeschränkungen für Waldgebiete. Damit sollten weitere Brandentstehungen verhindert und Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit entlastet werden.

Die Staatsanwaltschaft Draguignan leitete am 20. Juli Ermittlungen zur Ursache des Brandes ein. Zur Entstehung des Feuers lagen zunächst keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Untersuchung soll klären, unter welchen Umständen der Brand nahe des Sportkomplexes Victor David in Taradeau ausbrach. Die Behörden rufen Anwohner und Besucher der Region auf, Sperrungen zu beachten und bei Rauch oder neuen Brandherden unverzüglich die Notrufnummern 18 oder 112 zu waehlen.

Quellen

  • Präfektur des Var
  • TF1 Info
  • Reuters Connect

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