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Aktuell · 10.07.2026 18:53

Waldbrand in Andalusien: Mindestens 12 Tote, 23 Vermisste – Tausende evakuiert

In der Provinz Almería sind bei einem Großbrand mindestens zwölf Menschen gestorben, 23 gelten als vermisst. Rund 3.200 Hektar brannten, Hunderte Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.

Los Gallardos – 10.07.2026: Ein schwerer Waldbrand in der Provinz Almería im Süden Spaniens hat nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen das Leben gekostet; 23 weitere Personen werden vermisst. Das Feuer brach am Donnerstag nahe Los Gallardos aus und breitete sich bei großer Hitze und böigem Wind rasant über Wald- und Agrarflächen aus. Einsatzkräfte meldeten mehrere Verletzte, mindestens acht Menschen kamen ins Krankenhaus, vier davon mit schweren Verletzungen.
Vor Ort kämpfen die andalusische Brandschutzorganisation Plan Infoca und die Militärische Einheit für Notfälle (Unidad Militar de Emergencias, UME) gemeinsam mit lokalen Feuerwehren gegen die Flammen. Nach ersten Schätzungen hat der Brand bisher rund 3.200 Hektar erfasst. Löschflugzeuge und Helikopter unterstützen die Bodentrupps beim Anlegen von Schneisen und beim Schutz bewohnter Gebiete. Die Einsatzleitung konzentriert sich darauf, den Feuerperimeter zu stabilisieren und Zugänge für Suchteams zu sichern.
Die Polizei und die Guardia Civil richteten Anlaufstellen für Angehörige ein, um Vermisstenmeldungen aufzunehmen und Informationen zu bündeln. Augenzeugen berichten, dass einige Opfer beim Versuch, mit Fahrzeugen zu fliehen, vom Feuer eingeschlossen wurden. Mehrere Ortschaften wurden vorsorglich evakuiert; Hunderte Menschen fanden in Notunterkünften oder bei Verwandten Zuflucht. Hilfsdienste verteilen Wasser, Nahrungsmittel und Decken, mobile Teams leisten psychosoziale Unterstützung.
Die Regionalregierung hob den Notfallplan Infoca auf eine höhere Stufe und forderte zusätzliche Unterstützung der Zentralregierung an. Nach Behördenangaben stehen Vertreter der Junta de Andalucía und das spanische Innenministerium in engem Austausch, um weitere Luftmittel und Logistik zu koordinieren. Straßenverbindungen in der Umgebung bleiben abschnittsweise gesperrt, die Bevölkerung wurde aufgefordert, Anweisungen der Einsatzkräfte strikt zu befolgen und Brandnähe zu meiden.
Die Region leidet seit Wochen unter einer Hitzewelle mit sehr trockenen Böden und erhöhter Waldbrandgefahr. Fachstellen verweisen darauf, dass solche Bedingungen die Ausbreitung von Flammen begünstigen und Löschmaßnahmen erschweren. Nationale und regionale Behörden prüfen, ob zusätzliche Präventionsschritte und finanzielle Hilfen für betroffene Landwirte und Kommunen nötig sind. Die ökologischen Schäden – von zerstörten Kiefern- und Buschbeständen bis zu Beeinträchtigungen für Fauna und Böden – werden derzeit erfasst.
Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Offiziell wurden keine Details genannt; die Behörden erklärten, sie prüften alle Spuren. Priorität hat nach Angaben der Einsatzleitung die Suche nach Vermissten und die Sicherung weiterer Ortschaften. Sobald die Lage es zulässt, sollen erste Rückkehrpläne für Evakuierte abgestimmt werden, begleitet von Schadensaufnahmen und Hilfsangeboten.

Quellen

  • Agence France-Presse
  • Associated Press
  • El País
  • Junta de Andalucía
  • Europa Press

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