Tag & Nacht

Eine neue Hitzewelle erfasst Frankreich in dieser Woche. Für einen September werden Rekordtemperaturen erwartet.

Das neue Schuljahr beginnt in Frankreich mit wahrem Urlaubswetter. Für die kommenden Tage ist in weiten Teilen des Landes warmes, ja sogar sehr warmes Wetter angesagt. Dazu kommen starker Wind aus dem Süden und Saharasand, der seit Sonntag aus Afrika herüber weht. 

Die Hitze, die am Sonntag im Süden begann, wird sich bis zum Ende der Woche über drei Viertel Frankreichs erstrecken. Die Höchstwerte werden zwischen 30°C und 35°C liegen, was 5°C bis 10°C über den landesweiten Durchschnittswerten für einen Monat September liegt. In der Region Nouvelle-Aquitaine werden fast 40°C erwartet. In Paris wird es jeden Tag dieser Woche über 30°C heiß werden. Montag und der Dienstag sollen landesweit die wärmsten Tage werden. Die einzigen Regionen, in denen die Hitze etwas weniger ausgeprägt sein wird, sind die Nordküsten der Bretagne, die Region Hauts-de-France und der Norden Lothringens.

Hitze im September ist keine Seltenheit. I. Jahr 2022 erreichten die Temperaturen 40,2°C in Pissos im Departement Landes. 34,3°C wurde es in Paris im Jahr 2020 oder 38,7°C in Biarritz im Jahr 2016, so La Chaîne Météo. Die aktuelle Luftmasse ist allerdings für die Jahreszeit außergewöhnlich warm. Im Westen und in Zentralfrankreich werden möglicherweise Hitzerekorde fallen. In der Region Bordeaux oder in Paris könnten bisherige Rekordtemperaturen knapp überschritten werden.

Diese Wetterlage erklärt sich durch ein Hochdruckgebiet über dem Mittelmeer, das bis nach Deutschland reicht. Es wird diese Woche weitgehend stabil bleiben und warme Luftmassen aus Nordafrika nach Europa schaufeln, wodurch sich eine Wärmekuppel aufbaut. Die Luft aus der Sahara wird auch eine Sandwolke über Frankreich aufsteigen lassen.

Sandwinde aus der Sahara sind ein Wetterphänomen, das sich in den letzten Jahren mehrmals im Jahr gezeigt hat. Sand aus Nordafrika steigt über das Mittelmeer in den Himmel auf und landet in Frankreich. Er verursacht einen milchigen Himmel mit orangen/ockerfarbenen Tönen. Der Sand ist bereits am Sonntag im Südwesten Frankreichs angekommen und wird sich zu Beginn der Woche über das ganze Land ausbreiten. Südlich der Garonne wird der Himmel wahrscheinlich den ganzen Tag über gelblich aussehen.

Die Hitze soll bis zum nächsten Wochenende anhalten. Die Ankunft eines Tiefdruckgebiets zum Wochenende wird die Temperaturen wieder sinken lassen.


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