Aktuell · 23.07.2026 20:16
Zwei Betreuer in Biarritz nach Vorwürfen gegen Kinder unter Ermittlungsaufsicht
In Biarritz sind zwei Mitarbeiter eines kommunalen Ferien- und Freizeitzentrums formell beschuldigt worden. Die Staatsanwaltschaft Bayonne spricht derzeit von zwölf möglichen Opfern; weitere Gespräche mit Kindern stehen noch aus.
Biarritz – 23.07.2026: In einem Freizeitzentrum im Biarritzer Stadtteil Mouriscot hat sich ein schwerer Verdacht zu einem umfangreichen Ermittlungsverfahren entwickelt. Zwei Betreuer wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bayonne formell unter Ermittlungsaufsicht gestellt. Gegen sie wird wegen möglicher sexueller Übergriffe auf Minderjährige unter 15 Jahren sowie wegen des Vorwurfs der Korruption Minderjähriger ermittelt.
Im Mittelpunkt stehen Kinder im Alter von drei und vier Jahren, die das kommunale Angebot besucht haben. Die Staatsanwaltschaft teilte am Donnerstag mit, zwölf Kinder würden gegenwärtig als mögliche Betroffene von Taten betrachtet, die rechtlich als sexuelle Übergriffe oder Korruption Minderjähriger eingeordnet werden könnten. Diese Zahl ist ausdrücklich vorläufig und kann sich im weiteren Verfahren verändern.
Die beiden Männer waren am Dienstag, 21. Juli, von der Polizei in Biarritz festgenommen und in Gewahrsam genommen worden. Nach Durchsuchungen und den ersten Vernehmungen wurden sie der Staatsanwaltschaft in Bayonne vorgeführt. Einer ist laut den bislang bekannten Angaben 21 Jahre alt und seit 2025 als Saisonkraft beschäftigt; der andere ist 36 Jahre alt und arbeitet seit zwei Jahren fest in der Einrichtung.
Beide Beschuldigten bestreiten die gegen sie erhobenen Vorwürfe. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen sollen nun vor allem klären, was sich wann ereignet haben könnte und ob es weitere Betroffene gibt. Mehrere Kinder müssen noch in einem besonders geschützten Rahmen angehört werden. Gerade bei sehr jungen Kindern sind solche Gespräche für die Ermittler ebenso behutsam wie entscheidend.
Die Staatsanwaltschaft hatte das Vorverfahren am 12. Juli eingeleitet und die Polizeidienststelle in Biarritz mit den Ermittlungen betraut. Nach den derzeit veröffentlichten Informationen beziehen sich die möglichen Taten auf einen Zeitraum zwischen Juli 2025 und Mitte Juli 2026. Die Justiz macht keine Angaben zu einzelnen Kindern oder zu konkreten behaupteten Handlungen.
Für die Familien wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft kurzfristig eine Krisenhilfe organisiert. Sie soll Eltern Orientierung geben und eine fachliche Begleitung ermöglichen. Eingebunden wurde die Association Citoyenneté-Justice Pays Basque, eine anerkannte Opferhilfeorganisation mit Sitz in Bayonne. Die Unterstützung der Familien habe in diesem Verfahren besondere Priorität, erklärte die Behörde.
Der Fall erschüttert eine Einrichtung, die für viele Familien während der Ferien zum Alltag gehört. Doch über die strafrechtliche Verantwortung wird nicht in den ersten Tagen eines Verfahrens entschieden, sondern nach einer gründlichen Untersuchung. Jetzt sind Polizei, Justiz und Fachkräfte gefordert, die Aussagen der Kinder zu schützen, mögliche Betroffene zu begleiten und die Vorwürfe sorgfältig aufzuklären.
Quellen
- Franceinfo
- Staatsanwaltschaft Bayonne
- La Semaine des Pyrenees
- Ministerium der Justiz
(Dieser Text ist wesentlich KI-generiert.)