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Aktuell · 05.07.2026 11:24

Zwei Freizeitboote im Vieux‑Port von Marseille in Brand – neun Verletzte, Ermittlungen laufen

Mitten im Vieux‑Port von Marseille gerieten am 5. Juli zwei Boote in Flammen. Neun Menschen wurden verletzt, die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Brandursache ist noch unklar.

Marseille – 05.07.2026: Am Sonntagvormittag hat im Vieux‑Port von Marseille ein Feuer zwei aneinanderliegende Freizeitboote erfasst und eine weithin sichtbare Rauchwolke über der Altstadt verursacht. Die Flammen konnten von den Marins‑pompiers de Marseille rasch eingedämmt werden, ein Übergreifen auf benachbarte Liegeplätze oder Hafenanlagen wurde verhindert. Augenzeuginnen und Augenzeugen berichteten von dichtem, schwarzem Rauch, der zeitweise bis in die Innenstadt zog.

Nach übereinstimmenden lokalen Berichten rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an, unterstützt von Löschbooten, die die Brandbekämpfung vom Wasser aus übernahmen. Einsatzkräfte sicherten den Bereich am Quai vor dem Rathaus, legten Schlauchleitungen über den Kai und setzten Schaummittel ein, um verbliebene Brandnester zu ersticken. Parallel sperrte die Polizei Zugänge am Alten Hafen ab, um Schaulustige auf Distanz zu halten und die Arbeit der Rettungskräfte zu gewährleisten.

Insgesamt wurden neun Menschen medizinisch versorgt: sechs Personen von den betroffenen Booten, zwei Polizeikräfte und ein Mitglied des Hafensicherheitsdienstes. Nach ersten Angaben litten mehrere Betroffene unter Rauchgasinhalation, einige erlitten leichtere Verletzungen bei der Evakuierung. Mehrere Personen wurden zur Beobachtung in umliegende Kliniken gebracht; Lebensgefahr wurde zunächst nicht gemeldet.

Die Brandstelle lag in unmittelbarer Nähe der Aufbauzone für die städtische Sommerveranstaltung "Été Marseillais" vor dem Hôtel de Ville. Die Stadtverwaltung teilte mit, dass die Festinstallationen nicht beschädigt wurden. Sicherheitskräfte räumten vorsorglich den angrenzenden Bereich und leiteten Ströme von Passantinnen und Passanten um. Der öffentliche Verkehr am Hafen kam vorübergehend ins Stocken; einzelne Bus‑ und Straßenbahnlinien wurden umgeleitet, Zufahrten für Lieferverkehr und Taxis kurzzeitig gesperrt.

Zur Ursache machten die Behörden zunächst keine Angaben. Die Präfektur der Bouches‑du‑Rhône und die Marins‑pompiers leiteten Ermittlungen ein; in die Untersuchungen fließen technische Gutachten zu den beschädigten Booten ebenso ein wie Zeugenaussagen und Videoaufnahmen aus dem Hafengebiet. Die Hafenaufsicht dokumentierte die Schäden und prüfte, ob Betriebsstoffe ins Wasser gelangten. Nach Angaben der Einsatzleitung wurden vorsorglich Ölsperren ausgebracht, um mögliche Verunreinigungen zu begrenzen.

Die Stadt rief Anwohnerinnen, Anwohner und Besucherinnen und Besucher des Vieux‑Port dazu auf, Sperrbereiche zu respektieren und die Hinweise der Einsatzkräfte zu befolgen. Weitere Informationen wollen Präfektur und Feuerwehr nach Abschluss der ersten Untersuchungen veröffentlichen. Für die Abendstunden rechneten die Behörden mit einer schrittweisen Normalisierung von Verkehr und Hafenbetrieb.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Parisien
  • Maritima
  • Fréquence‑Sud
  • Destimed
  • Reuters

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