Aktuell · 23.07.2026 21:15
Zwei seit Jahren Vermisste: US-Tauchteam findet Autos mit menschlichen Überresten im Adour
Im baskischen Urt sind binnen zwei Tagen zwei seit Jahren gesuchte Autos aus dem Adour geborgen worden. In beiden Fahrzeugen fanden Ermittler menschliche Überreste. Die Identifizierung und die Klärung der Todesumstände stehen noch aus.
Urt – 23.07.2026: Der Adour fließt ruhig an Urt vorbei, doch unter seiner trüben Oberfläche ist in dieser Woche ein lange verschüttetes Kapitel zweier Vermisstenfälle sichtbar geworden. Ein amerikanisches Tauchteam, das sich auf ungeklärte Fälle spezialisiert hat, entdeckte dort zwei versunkene Autos. In beiden Fahrzeugen wurden menschliche Überreste gefunden. Die Gendarmerie übernahm die Bergung und die weiteren Ermittlungen.
Das erste Fahrzeug wurde am Dienstag, 21. Juli, aus dem Fluss gezogen. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll es David Stevenin gehört haben, der im Januar 2018 verschwunden war. Der Mann war damals mit seinem Wagen auf einer Straße am Adour unterwegs gewesen. Umfangreiche Suchmaßnahmen hatten damals keinen entscheidenden Hinweis auf seinen Verbleib ergeben.
Am folgenden Tag kehrte das Team in den Bereich bei Urt zuruck und ortete ein weiteres Auto. Dieses Fahrzeug wird Joelle Pouy zugeordnet, die seit November 2017 vermisst wurde. Auch darin befanden sich menschliche Uberreste. Eine formelle Identifizierung liegt nach dem bisherigen Stand jedoch nicht vor. Sie muss durch rechtsmedizinische und gegebenenfalls genetische Untersuchungen erfolgen.
Die Suche hatte ein Team von Adventures With Purpose angestoßen. Die Gruppe aus den USA arbeitet mit Sonartechnik, die Gegenstande am Grund von Flussen oder Seen sichtbar machen kann, auch wenn die Sicht im Wasser nahezu null ist. Solche Funde sind kein Ersatz fur staatliche Ermittlungen. Sie konnen aber neue Ansatzpunkte liefern, wenn Fahrzeuge in schwer zuganglichen Gewassern lange unentdeckt geblieben sind.
Fur die Familien der Vermissten beginnt damit eine besonders belastende Phase zwischen Hoffnung auf Gewissheit und neuen Fragen. Ob die aufgefundenen Uberreste tatsachlich David Stevenin und Joelle Pouy zuzuordnen sind, wird erst das Ergebnis der Untersuchungen zeigen. Ebenso offen ist, wie die Fahrzeuge in den Adour gelangten und ob es Hinweise auf ein Ungluck, eine Selbsttotung oder ein Fremdverschulden gibt.
Die Ermittlungen liegen bei den zustandigen franzosischen Behorden. Die Gendarmerie sicherte die Fundorte, barg die Autos und untersucht nun die Fahrzeuge sowie ihren Inhalt. Auch der Zustand der Wracks, mogliche Spuren und die genaue Lage am Flussgrund konnen fur die Rekonstruktion der beiden Verschwindensfalle wichtig werden.
Der Fall zeigt zugleich, wie schwer Vermisstenschicksale in Flusslandschaften aufzuklaren sind. Stromung, Schlamm und schlechte Sicht konnen Autos und Spuren jahrelang verbergen. Fur die Angehorigen zahlt nun vor allem, dass die Arbeit der Ermittler mit der gebotenen Sorgfalt weitergeht – und dass aus einem spektakularen Fund belastbare Antworten werden.
Quellen
- Franceinfo
- Gendarmerie nationale
(Dieser Text ist wesentlich KI-generiert.)