Politik & Gesellschaft

23-Jähriger nach mutmaßlicher Brandserie im Var in Untersuchungshaft

Ein 23-Jähriger soll im Département Var rund zehn Vegetationsbrände gelegt haben. Videoaufnahmen und Hinweise aus der Bevölkerung führten die Ermittler zu dem Mann. Ein Zusammenhang mit dem Großbrand im Massiv Gros-Bessillon ist bislang nicht…

Draguignan – 29.07.2026: Nach einer Serie mutmaßlich vorsätzlich gelegter Vegetationsbrände im Département Var ist ein 23 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft genommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an mehreren Brandherden beteiligt gewesen zu sein. Nach einem Bericht von Franceinfo geht es um rund zehn mutmaßliche Brandlegungen. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Die Ermittler kamen dem Mann nach Angaben der Gendarmerie durch Hinweise aus der Bevölkerung und die Auswertung von Aufnahmen der Videoüberwachung auf die Spur. Er wurde an seinem Wohnort festgenommen und zunächst in Polizeigewahrsam genommen. Nach der Vorführung vor einem Ermittlungsrichter wurde ein förmliches Untersuchungsverfahren eröffnet und Untersuchungshaft angeordnet.

Die Vorwürfe beziehen sich auf Brände, die zwischen dem 19. und 24. Juli in Brignoles, Cabasse und Vins-sur-Caramy ausgebrochen waren. Mehrere Hektar Macchia und Wald wurden dabei beschädigt. Ermittelt wird wegen der Zerstörung fremden Waldes, Buschlands oder fremder Anpflanzungen durch Feuer, verbunden mit einem mutmaßlich nicht wiedergutzumachenden Umweltschaden.

Nach französischem Strafrecht kann dieser Tatvorwurf mit bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von 150.000 Euro geahndet werden. Welche Feuer dem Beschuldigten am Ende zugerechnet werden können und wie groß die Schäden tatsächlich sind, müssen die weiteren Ermittlungen klären. Nach Angaben der Ermittler ist zudem eine psychiatrische Begutachtung vorgesehen.

Der Fall trifft das zentrale Var in einer außergewöhnlich angespannten Lage. Seit dem 21. Juli bekämpfen Einsatzkräfte einen Großbrand im Massiv Gros-Bessillon. Die Präfektur berichtete zugleich von weiteren schweren Bränden im Département, darunter im Raum Taradeau-Les Arcs. Ortschaften waren betroffen, zahlreiche Bewohner mussten ihre Häuser zeitweise verlassen. Ein Zusammenhang zwischen diesen Feuern und den Vorwürfen gegen den 23-Jährigen ist bislang nicht nachgewiesen.

Wegen der hohen Brandgefahr haben die Behörden den Zugang zu besonders gefährdeten Waldgebieten sowie deren Nutzung eingeschränkt. Die Vorgaben betreffen vor allem Arbeiten und Freizeitaktivitäten, bei denen Funken oder offene Flammen entstehen können. Solche Verbote sollen verhindern, dass in ausgetrockneter Vegetation weitere Feuer ausbrechen und sich durch Wind rasch ausbreiten.

Parallel untersuchen die Behörden weitere Brandausbrüche im Département, deren Ursachen noch nicht abschließend geklärt sind. Die Untersuchungshaft betrifft allein die derzeit erhobenen Vorwürfe gegen den 23-Jährigen; sie nimmt das Ergebnis des Strafverfahrens nicht vorweg. Am 28. Juli meldete die Präfektur weiterhin laufende Löscharbeiten und Hilfsmaßnahmen für die von den großen Bränden im Var betroffenen Menschen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Gendarmerie nationale via AFP/Brut
  • Präfektur Var
  • Légifrance

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels