Politik & Gesellschaft

Acht Delfine aus Marineland Antibes nach Spanien gebracht

Acht der zwölf zuletzt im früheren Marineland Antibes gehaltenen Großen Tümmler sind in der Nacht zum 23. Juli nach Benalmádena bei Málaga gebracht worden. Ein Gericht hatte einen Eilantrag gegen den Transfer zuvor abgewiesen.

Antibes – 23.07.2026: Acht der zuletzt im früheren Marineland Antibes gehaltenen zwölf Großen Tümmler sind in der Nacht zum Donnerstag nach Spanien gebracht worden. Die Tiere wurden unter Aufsicht staatlicher Stellen zunächst zum Flughafen Nizza Côte d'Azur transportiert und anschließend per Frachtflugzeug in den Tierpark Selwo Marina in Benalmádena bei Málaga geflogen.

Mit dem Transport ist der erste Teil des geplanten Umzugs der insgesamt zwölf Delfine aus dem seit Januar 2025 für Besucher geschlossenen Park vollzogen. Vier Tiere verbleiben zunächst in Antibes. Für sie war nach den vorliegenden Entscheidungen ebenfalls ein Transfer in eine spanische Einrichtung vorgesehen. Angaben zu einem konkreten Zeitpunkt für diesen weiteren Schritt lagen am Donnerstag nicht vor.

Der Transfer erfolgte kurz nachdem das Verwaltungsgericht Nizza einen Eilantrag von Sea Shepherd France zurückgewiesen hatte. Die Organisation wollte die Entscheidungen aussetzen lassen, die den Umzug der Delfine nach Spanien erlauben. Das Gericht sah die Voraussetzungen für ein Eingreifen im Eilverfahren nicht als erfüllt an und verwies auf die vorgesehenen Fachprotokolle für den Transport.

Die zuständige Umweltverwaltung der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur hatte die Transfers nach Angaben des Gerichts am 30. Juni 2026 genehmigt. In der Entscheidung wurde zudem berücksichtigt, dass der Gesundheitszustand der Tiere einen Transport zulasse. Die Gerichtsentscheidung vom 21. Juli 2026 beseitigte damit das letzte unmittelbar bekannte rechtliche Hindernis vor dem Abflug der acht Delfine.

Die Zukunft der Tiere bleibt dennoch Gegenstand einer grundsätzlichen Debatte. Marineland war durch das französische Gesetz gegen Tiermisshandlung unter Druck geraten, das Delfin- und Orca-Shows in Frankreich ab dem 1. Dezember 2026 untersagt. Seit der Schließung des Parks standen die Unterbringung der verbliebenen Meeressäuger und der Zustand der Anlagen im Mittelpunkt von Auseinandersetzungen zwischen Betreiber, Staat und Tierschutzorganisationen.

Für die acht nun nach Benalmádena gebrachten Delfine ist die Unterbringung in Spanien nach den bisherigen Vereinbarungen als Zwischenlösung vorgesehen. Sie könnten später in ein geplantes Aufnahmezentrum des ZooParc de Beauval im Département Loir-et-Cher zurückkehren. Ein verbindlicher Termin für eine solche Rückkehr wurde bisher nicht genannt; auch Baufortschritt und endgültige Betriebsbedingungen des Projekts bleiben entscheidend.

Nicht Teil dieses Transfers sind die beiden in Antibes verbliebenen Orcas Wikie und Keijo. Für sie gelten getrennte Genehmigungs- und Unterbringungsfragen. Der nun vollzogene Umzug der Delfine beendet deshalb nicht die gesamte Suche nach einer langfristigen Lösung für die früheren Marineland-Tiere, sondern verändert vor allem deren aktuellen Aufenthaltsort.

Quellen

  • Verwaltungsgericht Nizza
  • Nice-Matin Magazin
  • Ministerium für ökologischen Wandel

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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