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Acht Tote nach Bootsunglück vor Tunesien geborgen

Vor der tunesischen Küste bei Zarzis haben Einsatzkräfte nach dem Untergang eines Bootes acht Leichen geborgen. Sechs Menschen werden weiterhin vermisst, ein Überlebender wurde gerettet.

Zarzis – 23.08.2026: Nach dem Untergang eines Bootes vor der südosttunesischen Küste haben Einsatzkräfte acht Leichen geborgen. Sechs Menschen wurden am Sonntag weiterhin vermisst. Ein Mann überlebte das Unglück und wurde in einem Krankenhaus versorgt, wie die tunesische Nationalgarde mitteilte.

Das Boot war in der Nacht von Freitag auf Samstag vor Zarzis gesunken. Nach den bisherigen Angaben befanden sich 15 tunesische Staatsbürger an Bord, die Italien erreichen wollten. Drei Leichen wurden am Samstag gefunden, fünf weitere am Sonntag. Die Behörden bereiteten zugleich die Übergabe der Toten an ihre Familien vor.

Die Suche nach den Vermissten wurde am Sonntag auf See und aus der Luft fortgesetzt. Daran beteiligten sich Einheiten der Nationalgarde, der Marine, des Zivilschutzes und der Seezollverwaltung. Zwei Hubschrauber der Nationalgarde und der Armee unterstützten den Einsatz. Nach Angaben des Nationalgarde-Sprechers Houssem Eddine Jebabli sollten die Suchmaßnahmen fortgeführt werden, bis das betreffende Seegebiet vollständig abgesucht sei.

Der einzige Überlebende berichtete laut Nationalgarde, das Boot habe etwa 14 Seemeilen vor Zarzis Wasser aufgenommen und sei daraufhin vollständig gesunken. Das Krankenhaus von Zarzis hatte den Mann bereits am Freitagabend aufgenommen. Er erlitt demnach Verbrennungen ersten Grades und wurde medizinisch behandelt. Nähere Angaben dazu, wie lange die Menschen im Wasser trieben oder unter welchen Umständen der Überlebende entdeckt wurde, lagen zunächst nicht vor.

Nach Berichten tunesischer Medien kamen 14 der Betroffenen aus Ben Guerdane, einer Stadt nahe der libyschen Grenze; eine weitere Person stammte aus Zarzis. Beide Orte liegen im Gouvernement Medenine an der tunesischen Mittelmeerküste. Die geografische Nähe zu Italien macht die Region zu einem Ausgangspunkt für gefährliche Überfahrten über das zentrale Mittelmeer.

Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen unerlaubter Ausreise mit Todesfolge auf. Präsident Kais Saied und die Leitung der Nationalgarde seien über den Verlauf des Einsatzes unterrichtet worden, erklärte Jebabli. Hinweise auf die Organisatoren der Überfahrt oder nähere Angaben zu dem gesunkenen Boot wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Die zentrale Mittelmeerroute von Nordafrika nach Italien zählt zu den gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Anders als bei vielen Unglücken in tunesischen Gewässern handelte es sich in diesem Fall nach den bislang bestätigten Angaben ausschließlich um tunesische Staatsbürger. Am Sonntag suchten die Einsatzkräfte weiter nach den sechs Vermissten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Reuters
  • TAP – Tunesische Nachrichtenagentur
  • La Presse de Tunisie
  • Mosaique FM

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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