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Antoni Lallican posthum mit der Ehrenlegion ausgezeichnet

Der in der Ukraine getötete französische Fotojournalist Antoni Lallican ist posthum zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden. Das Dekret erschien am 31. Juli 2026 im französischen Amtsblatt.

Paris – 01.08.2026: Der französische Fotojournalist und Kriegsreporter Antoni Lallican ist posthum zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden. Das Dekret des Präsidenten der Republik erschien am 31. Juli 2026 im Amtsblatt. Die Auszeichnung gilt rückwirkend vom 8. Juni 2026 an. Lallican war am 3. Oktober 2025 während eines Einsatzes in der Ukraine getötet worden.

Das Dekret würdigt Lallican als Fotojournalisten und Kriegsreporter mit acht Jahren Berufserfahrung. Es hält ausdrücklich fest, dass er bei der Ausübung seiner Arbeit ums Leben kam. Die Ernennung wurde auf Vorschlag des Kulturministeriums vorbereitet; der Ordensrat hatte ihr am 12. Juni zugestimmt. Frankreich ehrt damit einen Reporter, dessen Bilder vom Krieg unter unmittelbarer persönlicher Gefahr entstanden.

Lallican arbeitete als freier Fotograf unter anderem für die Agentur Hans Lucas sowie für französische und internationale Medien. Am Tag seines Todes begleitete er nahe Komyschuwacha, südwestlich von Kramatorsk in der ostukrainischen Oblast Donezk, eine Einheit der ukrainischen Armee. Die Gruppe dokumentierte Arbeiten an Verteidigungsanlagen in einem Gebiet, das nach damaligen Angaben etwa 20 Kilometer von der Front entfernt lag.

Nach Angaben des französischen Außenministeriums wurde Lallican bei einem russischen Drohnenangriff getötet. Sein ukrainischer Kollege Georgij Iwantschenko erlitt schwere Verletzungen. Reporter ohne Grenzen berichtete, beide Journalisten hätten sich zuvor wegen wiederholter Drohnenwarnungen gemeinsam mit Soldaten zeitweise in Sicherheit gebracht. Die näheren Umstände des Angriffs werden in Frankreich und in der Ukraine untersucht.

Die UNESCO verurteilte die Tötung wenige Tage später. Das französische Außenministerium erklärte im November 2025, Russland nehme im Krieg gegen die Ukraine Journalisten ins Visier. Paris verlangte von der russischen Botschaft in Frankreich Aufklärung über den Angriff. Nach Darstellung des Ministeriums ging darauf keine zufriedenstellende Antwort ein.

Angriffe auf Reporter in Frontgebieten treffen eine Berufsgruppe, deren Schutz nach dem humanitären Völkerrecht grundsätzlich dem von Zivilpersonen entspricht, sofern sie nicht unmittelbar an Kampfhandlungen teilnimmt. Die französischen und ukrainischen Ermittlungen sind deshalb auch für die Frage relevant, ob der Angriff gezielt Journalisten galt oder Teil eines umfassenderen militärischen Vorgehens war. Eine abschließende Bewertung liegt bislang nicht vor.

Die Ehrenlegion ist Frankreichs höchste staatliche Auszeichnung. Die veröffentlichte Sonderernennung betrifft ausschließlich Lallican und unterscheidet sich damit von den umfangreicheren zivilen und militärischen Ernennungslisten. Als offiziellen Grund nennt das Amtsblatt den Tod des 37-Jährigen am 3. Oktober 2025 bei der Ausübung seiner journalistischen Tätigkeit.

Quellen

  • Journal officiel de la République française und Grande Chancellerie de la Légion d'honneur
  • Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten Frankreichs
  • UNESCO
  • Reporter ohne Grenzen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).