Politik & Gesellschaft

Bezahl-App soll Handyverbot an Frankreichs Collèges erleichtern

Zum Schulbeginn am 1. September 2026 bieten zwei französische Unternehmer eine kostenpflichtige Anwendung an, mit der Collèges die Aufbewahrung und Kontrolle von Schülerhandys organisieren können. Die Schulen müssen jedoch selbst entscheiden, wie sie das…

Paris – 31.08.2026: Zum Beginn des neuen Schuljahres bieten zwei französische Unternehmer Collèges eine kostenpflichtige Anwendung an, die ihnen die Durchsetzung des Handyverbots erleichtern soll. Nach Angaben von Franceinfo können Schulen damit zentral prüfen, ob die Mobiltelefone der Schülerinnen und Schüler gesperrt und ordnungsgemäß verwahrt sind. Das Angebot richtet sich an Einrichtungen, die Hunderte Geräte über den gesamten Schultag hinweg außer Reichweite halten müssen.

Vorgestellt wurde die Anwendung einen Tag vor der Rückkehr der Schülerinnen und Schüler am Dienstag, dem 1. September 2026. An den französischen Collèges müssen Mobiltelefone und andere vernetzte Geräte während des Schultags wirksam weggepackt bleiben. Die Einrichtungen entscheiden selbst, ob sie dafür Sammelboxen, verschließbare Taschen, Schließfächer oder andere Verfahren einsetzen. Auch die organisatorischen Einzelheiten müssen sie eigenständig regeln.

Die neue Anwendung nimmt den Schulen diese Arbeit nicht ab. Sie soll nach dem Bericht vor allem die Kontrolle beschleunigen und dem Personal einen Überblick über den Status der Geräte geben. Damit setzt das Unternehmen bei einer Schwachstelle des Verbots an: Die rechtliche Vorgabe ist landesweit einheitlich, ihre praktische Umsetzung fällt jedoch in die Verantwortung jeder einzelnen Schule. Verwahrung, Ausgabe und Überprüfung müssen mit Lehrkräften, Eltern und dem zuständigen Schulträger abgestimmt werden.

Grundsätzlich verboten ist die Handynutzung an Grundschulen und Collèges bereits seit 2018. Ausnahmen gelten für pädagogisch angeleitete Anwendungen, für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkungen sowie für eng begrenzte Fälle, die in der Schulordnung festgelegt sind. Dort müssen auch mögliche Folgen von Verstößen und die Bedingungen einer vorübergehenden Einziehung geregelt werden.

Die strengere landesweite Umsetzung der sogenannten Handy-Pause geht auf einen Versuch im Schuljahr 2024/2025 zurück. Nach Angaben des Bildungsministeriums nahmen daran mehr als 32.000 Collège-Schülerinnen und -Schüler teil. In den beteiligten Einrichtungen seien eine bessere Atmosphäre, höhere Konzentration und gesteigertes Wohlbefinden beobachtet worden. Zudem habe es weniger Meldungen über Cybermobbing und Konflikte im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken gegeben.

Mit dem Schuljahr 2026/2027 wird der Grundsatz zudem auf die Lycées ausgeweitet. Auch dort bleiben pädagogische und gesundheitliche Ausnahmen möglich. Für die Collèges ändert die neue Anwendung nichts an der Zuständigkeit: Jede Schule muss ihr Verfahren verbindlich in der Schulordnung festhalten. Die App bleibt ein kostenpflichtiges Zusatzangebot privater Anbieter und ist keine staatlich vorgeschriebene Lösung.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Bildungsministerium
  • Französisches Bildungsministerium: Schulkalender

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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