Bordeaux – 29.07.2026: Die französische Regierung hat die Soforthilfe für bestimmte Selbstständige nach den schweren Bränden in Nouvelle-Aquitaine deutlich ausgeweitet. Wer durch ein Feuer unmittelbar Schäden am eigenen Betrieb oder an der privaten Wohnung erlitten hat, kann nun bis zu 8.000 Euro erhalten. Bislang lag die Obergrenze bei 2.000 Euro. Das Angebot richtet sich an selbstständig Erwerbstätige, die von den Bränden direkt betroffen sind.
Mit der Vervierfachung des Höchstbetrags will die Regierung den finanziellen Druck unmittelbar nach einem Brand mindern. Die Hilfe ist für konkrete materielle Schäden vorgesehen und muss bei der zuständigen Stelle beantragt werden. Sie ersetzt weder Leistungen aus Versicherungsverträgen noch andere staatliche oder regionale Unterstützungsangebote.
In den Départements Gironde und Landes haben die Feuer der vergangenen Tage auch Betriebe, Handwerksunternehmen und landwirtschaftliche Existenzen beeinträchtigt. Dabei entstehen Belastungen nicht allein durch zerstörte Gebäude oder Ausrüstung. Evakuierungen, Straßensperren, Rauch und zeitweilige Betriebsschließungen können Umsätze ausfallen lassen, während Mieten, Beiträge und andere laufende Kosten weiter anfallen. Die Region Nouvelle-Aquitaine veröffentlichte deshalb am 28. Juli aktualisierte Hinweise für Unternehmen und Selbstständige.
Zusätzlich zur Soforthilfe stehen Instrumente zur Sicherung der kurzfristigen Liquidität bereit. Betroffene Arbeitgeber und Selbstständige können bei der Urssaf Aufschübe für Sozialbeiträge beantragen. Der Rat für den Sozialschutz der Selbstständigen, das Conseil de la protection sociale des travailleurs indépendants (CPSTI), hat zudem einen Notfallplan für selbstständige Handwerker, Händler und Freiberufler vorgesehen. Steuerliche Schwierigkeiten können mit den zuständigen Finanzbehörden geklärt werden; bei Fragen zu Beschäftigung und Kurzarbeit verweisen die regionalen Stellen auf die Arbeitsverwaltung.
Welche Unterstützung infrage kommt, hängt von der jeweiligen Schadenslage ab. Während die erhöhte Soforthilfe unmittelbar brandbedingte Schäden abfedern soll, verschaffen Beitrags- oder Steueraufschübe vor allem Zeit. Anträge und Nachweise sind jeweils an unterschiedliche Behörden oder Sozialkassen zu richten. Die Region bündelt die Kontakte auf einer fortlaufend aktualisierten Informationsseite für betroffene Betriebe in Gironde und Landes.
Zu den wirtschaftlichen Folgen kommt die gesundheitliche Belastung durch den Rauch. Die Präfektur des Départements Landes meldete am 28. Juli eine verschlechterte Luftqualität in Teilen Nouvelle-Aquitaines. In Gironde, Landes und Lot-et-Garonne waren am 27. Juli Warnschwellen für Feinstaub überschritten worden. Besonders empfindlichen Menschen wird in verrauchten Gebieten das Tragen einer FFP2-Maske empfohlen.
Quellen
- Franceinfo
- Service Public Entreprendre
- Region Nouvelle-Aquitaine
- Präfektur der Landes
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).