Quimper – 07.08.2026: In der Bretagne wird es für Crêperien schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Besonders im Département Finistère fehlen Crêpiers, wie Franceinfo am Freitag berichtet. Immer weniger Menschen entschieden sich demnach für den Beruf. Für die Betriebe verschärft sich damit die Personalsuche in einer Gastronomiesparte, die eng mit der Region und ihrem Tourismus verbunden ist.
Die Arbeit besteht aus weit mehr als dem Backen von Crêpes und Galettes. Crêpiers bereiten den Teig vor, bedienen die heißen Platten, organisieren Zutaten und arbeiten Bestellungen unter erheblichem Zeitdruck ab. Hinzu kommen strenge Hygienevorgaben. In kleineren Betrieben übernehmen Beschäftigte häufig auch Aufgaben im Service, an der Kasse oder bei der Vorbereitung des nächsten Arbeitstages. Handwerkliches Können, hohes Tempo und geteilte Arbeitszeiten machen den Beruf anspruchsvoll.
Wie viele Stellen für Crêpiers konkret unbesetzt sind, geht aus der Arbeitsmarktstatistik nicht hervor. Die Daten von France Travail belegen jedoch einen breiteren Personalengpass: Im Finistère meldeten Arbeitgeber für 2026 insgesamt 36.450 geplante Einstellungen. Bei 44,5 Prozent dieser Vorhaben erwarten sie Schwierigkeiten bei der Besetzung.
In der gesamten Bretagne verzeichnet France Travail rund 131.550 Einstellungsabsichten. Fast jede zweite geplante Rekrutierung, 48,8 Prozent, gilt als schwierig. Zugleich entfallen 41,3 Prozent der Stellen auf Saisonarbeit. Gastronomiebetriebe an der Küste müssen Personal daher häufig genau dann suchen und einarbeiten, wenn das Besucheraufkommen besonders hoch ist.
Innerhalb des Finistère unterscheidet sich die Lage je nach Beschäftigungsgebiet. Im Raum Landerneau gelten 51,7 Prozent der geplanten Einstellungen als schwer zu besetzen, in Morlaix 50,5 Prozent und in Douarnenez 48,3 Prozent. Für den Raum Quimper beträgt der Anteil 46,2 Prozent. Die Werte umfassen sämtliche Berufsgruppen, zeigen aber, wie stark die Crêperien mit anderen Branchen um verfügbare Arbeitskräfte konkurrieren.
Fehlendes Fachpersonal kann Öffnungszeiten, Speisekarten und die Belastung der bestehenden Teams unmittelbar beeinflussen. Betroffen sind traditionelle Familienbetriebe ebenso wie Crêperien in touristisch geprägten Küstenorten. Geht die Zahl der Bewerbungen zurück, wächst für die Unternehmen der Aufwand, Beschäftigte zu finden, einzuarbeiten und dauerhaft zu halten.
Nach Angaben der regionalen Arbeitsmarktbeobachtung blieb die Zahl der Einstellungsabsichten in der Bretagne gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil, während sie landesweit sank. Im Finistère entfallen fast 45 Prozent der geplanten Einstellungen auf Saisonstellen. Der Mangel an Crêpiers ist damit Teil eines regionalen Wettbewerbs um Arbeitskräfte, der sich während der Urlaubssaison besonders bemerkbar macht.
Quellen
- Franceinfo: Bericht über den Fachkräftemangel bei Crêpiers im Finistère
- France Travail: Erhebung zum Arbeitskräftebedarf 2026 im Finistère
- France Travail: Erhebung zum Arbeitskräftebedarf 2026 in der Bretagne
- GREF Bretagne: Auswertung des Arbeitskräftebedarfs 2026
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).