Der Vertrag zwischen Schweden und Naval Group gehört zu den bedeutendsten französischen Industrie- und Verteidigungsmeldungen des Tages. Stockholm bestellt vier Fregatten vom Typ Frégate de défense et d'intervention für 4,3 Milliarden Euro. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung am Montag in Stockholm im Beisein von Präsident Emmanuel Macron und Ministerpräsident Ulf Kristersson.
Für Naval Group sichert der Auftrag einen großen Exporterfolg in Europa. Die 122 Meter langen Schiffe sind für Einsätze gegen Bedrohungen über und unter Wasser sowie aus der Luft ausgelegt. Ihre Bestellung fällt in eine Phase, in der Schweden seine Verteidigung nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und dem Nato-Beitritt des Landes im Jahr 2024 deutlich ausbaut.
Paris und Stockholm verbinden den Kauf mit einem Rahmenabkommen zur Verteidigungskooperation. Frankreich hatte seinerseits bereits zwei maritime Überwachungsflugzeuge beim schwedischen Hersteller Saab bestellt. Die Vereinbarung macht damit aus einem Einzelauftrag eine gegenseitige Beschaffungs- und Partnerschaftspolitik. Für Frankreich reicht die Wirkung über die Werften hinaus: Die Regierung kann den Vertrag als Beleg dafür präsentieren, dass französische Rüstungstechnik auf dem europäischen Markt stärker gefragt ist.