Am 1. September beginnt für 11,6 Millionen Schülerinnen und Schüler das Schuljahr 2026. Die nationale Dimension verdeckt eine tiefere Veränderung: Nach Angaben, über die Le Monde berichtet, sind es 161.000 Kinder und Jugendliche weniger als zum Schulbeginn 2025. Bis 2035 könnte die Zahl der Lernenden um insgesamt 1,7 Millionen sinken.
Die Folgen betreffen vor allem die Schulkarte. Wo Klassen und Jahrgänge kleiner werden, stehen Kommunen und Bildungsverwaltung vor der Frage, wie sie Unterricht wohnortnah organisieren, Personal einsetzen und Schulschließungen vermeiden können. Le Monde verweist auf die Gefahr, dass sich in dünn besiedelten Gebieten neue Bildungswüsten bilden.
Parallel zur demografischen Debatte kehrt die Frage nach den Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte zurück. Der Sozialist Olivier Faure hat zum Schulbeginn höhere und verlässlichere Gehälter verlangt. Seine Forderung verbindet die Personalfrage mit einem Strukturproblem: Weniger Schülerinnen und Schüler bedeuten nicht automatisch weniger Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften, besonders in kleinen Schulen und bei inklusiven Angeboten.