Die Ausweitung des Handyverbots auf die Gymnasien ist der sichtbarste Einschnitt zum Beginn des Schuljahres 2026/2027. Emmanuel Macron stellte sich am Dienstag im Lycée Chaptal in Mende den Fragen von Schülerinnen und Schülern und begründete die Maßnahme mit Konzentration, persönlichem Austausch und dem Schutz des kritischen Denkens. Die Regel knüpft an das seit 2018 bestehende Verbot an Schulen und Collèges an.
Ein vollständiges Verbot des Besitzes ist damit nicht gemeint: Untersagt ist die Nutzung auf dem Schulgelände und bei schulischen Aktivitäten außerhalb der Einrichtung. Ausnahmen bleiben insbesondere für Jugendliche mit Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkungen möglich. Die Hausordnungen sollen festlegen, ob Geräte etwa in Schließfächern, Sammelboxen oder Taschen verwahrt werden.
Die Debatte verschiebt sich deshalb rasch von der politischen Ankündigung auf den Alltag: Schulleitungen und Lehrkräfte müssen Aufbewahrung, Kontrolle und den Umgang mit Verstößen organisieren. In Mende verwiesen Schülerinnen und Schüler darauf, dass ihre Schule bereits eigene Regeln entwickelt hatte - ein Hinweis darauf, dass Akzeptanz und Durchführung vor Ort unterschiedlich ausfallen können.