Lège-Cap-Ferret – 04.08.2026: Zwölf Tage nach der vorsorglichen Evakuierung der Halbinsel Cap-Ferret öffnen die ersten vom Waldbrand verschonten Campingplätze wieder für Gäste. Die Rückkehr erfolgt allerdings nicht überall gleichzeitig. Nach Angaben von Franceinfo prüfen die Betreiber ihre Anlagen und organisieren die Anreisen entsprechend der jeweiligen Sicherheitslage.
Der Brand war am 22. Juli 2026 im Gebiet von Saumos ausgebrochen und hatte sich anschließend in Richtung Le Porge und Lège-Cap-Ferret ausgebreitet. In der Nacht zum 24. Juli ordneten die Behörden die vollständige Räumung der Halbinsel an. Einwohner, Saisonkräfte und zahlreiche Urlauber mussten das Gebiet mitten in der Hauptreisezeit verlassen.
Nach Angaben der nationalen Gendarmerie sollte die Maßnahme Zehntausende Menschen schützen. Für die Evakuierung wurden neben den Straßenverbindungen auch Boote eingesetzt. Hunderte Gendarmen, ein Hubschrauber, Drohnen sowie Einheiten der Küsten- und Wasserschutzdienste beteiligten sich an dem Einsatz. Sie unterstützten die Feuerwehr, regelten die Abreise und sicherten die geräumten Gebiete.
Die Gemeinde Lège-Cap-Ferret teilte während des Brandes mit, dass außerhalb der unmittelbar betroffenen Bereiche keine Wohnhäuser auf der Halbinsel von den Flammen erfasst worden seien. Dennoch blieben Sperrungen und Zugangsbeschränkungen erforderlich, weil die Löscharbeiten und die Sicherung der Wälder fortgesetzt wurden. Auch nach der Rückkehr können einzelne Wege oder Flächen vorerst unzugänglich bleiben.
Für die Campingbetriebe bedeutet die Wiedereröffnung noch keine Normalität. Schäden auf den Anlagen, abgebrochene Aufenthalte und bereits eingegangene Stornierungen belasten die Unternehmen. Manche Urlauber mussten ihre Reise kurzfristig umplanen, andere warten auf Auskunft darüber, ob sie anreisen können oder wie bereits bezahlte Buchungen abgewickelt werden.
Die Saison an der Atlantikküste ist stark auf wenige Sommerwochen konzentriert. Jeder zusätzliche Schließungstag trifft daher Betreiber, Beschäftigte und örtliche Dienstleister. Zugleich dürfen die wirtschaftlichen Folgen die vorgeschriebenen Kontrollen nicht beschleunigen: Öffnen können ausschließlich Plätze, deren Gelände, Zufahrten und technische Einrichtungen als sicher gelten.
Für Campinganlagen nahe den Brandflächen oder in weiterhin gesperrten Waldabschnitten gelten besondere Vorgaben. Gemeinde und Einsatzdienste hatten wiederholt dazu aufgerufen, geschlossene Wege und Waldzonen nicht zu betreten, damit Lösch- und Sicherungsarbeiten ungehindert fortgesetzt werden können.
Schon vor der Ausbreitung des Feuers hatten die Behörden wegen der hohen Waldbrandgefahr weitreichende Einschränkungen verhängt. Der Départementsrat Gironde informierte über gesperrte Straßen und Radwege in mehreren Gemeinden. Die schrittweise Wiedereröffnung bleibt damit an Kontrollen, örtliche Freigaben und die fortdauernden Arbeiten in den betroffenen Wäldern gebunden.
Quellen
- Franceinfo
- Gendarmerie nationale
- Départementsrat Gironde
- Gemeinde Lège-Cap-Ferret
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).