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Claude Onesta über Paris 2024: Leistung als gemeinsame Mission

Im Franceinfo-Format "Le Monde d'Elodie" erklärt der frühere Handball-Nationaltrainer Claude Onesta, wie Frankreich seine Spitzensportförderung für die Olympischen und Paralympischen Spiele von Paris neu ausrichtete.

Paris – 31.07.2026: Claude Onesta spricht über Paris 2024, und seine Wortwahl klingt noch immer wie die eines Trainers vor einem großen Spiel: Für ihn waren die Olympischen und Paralympischen Spiele kein gewöhnliches Projekt, sondern eine Mission. Im vierten Teil der Franceinfo-Reihe "Le Monde d'Elodie" schildert der frühere französische Handball-Nationaltrainer, wie aus der Hoffnung auf erfolgreiche Heimspiele eine langfristige Strategie für den Spitzensport entstand. Anlass des Gesprächs ist sein Buch "Performer: la méthode", das im Frühjahr erschienen ist.

Onesta kannte den Druck großer Turniere aus der Halle. Von 2001 bis 2016 führte er Frankreichs Handballer durch eine außergewöhnlich erfolgreiche Epoche mit Welt- und Europameistertiteln sowie olympischem Gold. Für Paris 2024 wechselte er die Perspektive. Nun ging es nicht mehr um eine Mannschaft mit klarer Kabine und festem Spielplan, sondern um ein vielstimmiges Gefüge aus Verbänden, Trainern, Athletinnen und Athleten, medizinischem Personal und staatlichen Stellen.

In der französischen Hochleistungsstruktur sollte Onesta dazu beitragen, die Vorbereitung auf die Heimspiele über einzelne Medaillenhoffnungen hinaus zu organisieren. Dazu gehörten verlässliche Trainingsbedingungen, medizinische Betreuung, wissenschaftliche Begleitung und eine engere Abstimmung der olympischen und paralympischen Programme. Verantwortung, so sein Ansatz, musste auf mehrere Schultern verteilt werden, damit der Erwartungsdruck eines Heimturniers nicht allein auf den Sportlerinnen und Sportlern lastete.

Die Ergebnisse verliehen diesem Modell sportliches Gewicht. Frankreich gewann bei den Olympischen Spielen 2024 insgesamt 64 Medaillen, darunter 16 goldene, und erreichte Rang fünf im Medaillenspiegel. Bei den anschließenden Paralympischen Spielen holte die französische Delegation 75 Medaillen. Die Regierung bewertete beide Veranstaltungen in ihrer ersten Bilanz als organisatorischen, gesellschaftlichen und sportlichen Erfolg. Onestas Rückschau konzentriert sich jedoch weniger auf die Endabrechnung als auf die Voraussetzungen dafür.

Medaillen erscheinen in seinem Modell als sichtbares Ergebnis einer jahrelangen, oft unsichtbaren Arbeit: der Absicherung sportlicher Laufbahnen, dem Austausch zwischen Disziplinen und der Fähigkeit, Risiken rechtzeitig zu erkennen. Die Paralympics waren dabei Teil desselben Leistungsauftrags und kein nachgeordnetes Zusatzprogramm. Diese gemeinsame Struktur gehört zu den wesentlichen Veränderungen, die mit Paris 2024 verbunden sind.

Teile der politischen und sportlichen Architektur bestehen inzwischen fort. Seit Oktober 2024 verknüpft eine interministerielle Delegation das Erbe der Spiele mit der Vorbereitung weiterer internationaler Großereignisse. Onestas Radioauftritt hält vor allem eine Erfahrung fest: Die 139 französischen Medaillen des olympischen und paralympischen Sommers beruhten auf Entscheidungen, die lange vor den Wettkämpfen getroffen worden waren.

Quellen

  • Franceinfo – Le Monde d'Elodie
  • L'Equipe
  • Ministère des Sports
  • Michel Lafon

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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