Kultur

Der GR20 als Kinokulisse: Korsikas Wanderlegende zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit

Ein Franceinfo-Beitrag führt zu den korsischen Schauplätzen der Komödie "Les Randonneurs". Die Bilder des Hochgebirges nähren den Mythos des GR20, doch Waldbrände und Streckensperrungen erinnern an die Risiken der Route.

Corte – 27.07.2026: Der GR20, Korsikas berühmter Fernwanderweg, erscheint in einem aktuellen Beitrag von Franceinfo als Landschaft mit eigener Hauptrolle. Die Mittagsausgabe folgt den Spuren von Philippe Harels Komödie "Les Randonneurs" aus dem Jahr 1997. Darin gehört Benoît Poelvoorde zu einer Wandergruppe, deren Urlaub zwischen Erschöpfung, Freundschaft und Selbsttäuschung schwankt. Das korsische Hochgebirge ist dabei weit mehr als eine eindrucksvolle Kulisse: Es wird zum unerbittlichen Gegenüber der Figuren.

Die filmische Rückkehr erklärt, weshalb der GR20 seine Anziehungskraft bewahrt hat. Sein korsischer Beiname "Fra li monti" bedeutet "durch die Berge". Von Calenzana im Nordwesten bis Conca im Südosten führt die Route durch den Regionalen Naturpark Korsika. Schroffe Granitflanken, Bergseen, Kiefernwälder und weite Ausblicke prägen einen Weg, der das Bild der Insel ebenso stark mitgeformt hat wie ihre Strände und Küstenorte.

Hinter dem Mythos steht eine anspruchsvolle alpine Route. Die Fédération Française de la Randonnée Pédestre beschreibt den GR20 als technisch schwierigen Fernwanderweg. Zahlreiche Etappen führen in Höhen um 2.000 Meter, über steile Auf- und Abstiege sowie felsige Passagen. Besonders der nördliche Teil gilt als fordernd. Kondition, geeignete Ausrüstung und sorgfältige Planung sind deshalb keine Nebensache. Auch erfahrene Wandernde müssen ihre Etappen an Wetterlage, Gelände und eigene Kräfte anpassen.

Dass ausgerechnet "Les Randonneurs" mit seinem humorvollen Blick auf die kleinen Krisen einer Wanderreise dauerhaft mit dem GR20 verbunden blieb, ist folgerichtig. Der Film lebt von der Kluft zwischen touristischer Wunschvorstellung und wirklicher Bergwelt. Auf der Leinwand entsteht daraus Komik; auf dem Weg selbst verlangt dieselbe Erfahrung Umsicht. Die Schönheit der Landschaft lässt sich nicht von ihren Gefahren trennen.

Der Fernsehbeitrag fällt zudem in eine Saison, in der Korsikas Naturraum besonders verletzlich ist. Der Regionale Naturpark meldete infolge laufender Brände und behördlicher Anordnungen Einschränkungen auf mehreren Wanderstrecken. Nach den jüngsten Angaben blieben die GR20-Abschnitte zwischen Asco und Tighjettu sowie zwischen Tighjettu und Ciottulu di i Mori vorerst gesperrt. Solche Anordnungen können Routenplanung, Übernachtungen und Anschlüsse erheblich verändern.

Der Naturpark betreut Markierungen, Unterkünfte und weitere Infrastruktur entlang des Weges. Wer eine Tour plant, sollte deshalb vor jeder Etappe die amtlichen Hinweise zu Sperrungen, Brandgefahr und Wetter prüfen. Der GR20 bleibt eine der großen Landschaftserzählungen Korsikas; unter welchen Bedingungen sie begehbar ist, bestimmen jedoch Gelände, Feuerlage und Sicherheitsbehörden.

Quellen

  • Franceinfo
  • Fédération Française de la Randonnée Pédestre
  • Parc naturel régional de Corse
  • Internet Movie Database

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels