Politik & Gesellschaft

Einbruchsserie trifft Feuerwehrwachen in Rhône und Isère

Binnen weniger als drei Wochen sind fünf Feuerwehrwachen in Rhône und Isère aufgebrochen worden. Die Täter entwendeten vor allem hydraulische Rettungsgeräte, die bei schweren Verkehrsunfällen für die Befreiung eingeklemmter Menschen benötigt werden.

Saint-Bonnet-de-Mure – 27.08.2026: Als die Einsatzkräfte der Feuerwehrwache von Saint-Bonnet-de-Mure am frühen Morgen von einem Einsatz zurückkehrten, fanden sie ihre eigene Wache als Tatort vor. Ein Fenster war aufgebrochen, aus einem Fahrzeug fehlte Ausrüstung für die technische Rettung. Der Einbruch gehört zu einer Serie, die Feuerwehren in zwei Départements alarmiert und inzwischen Gegenstand polizeilicher Ermittlungen ist.

Seit Anfang August wurden nach Angaben von Franceinfo und weiteren französischen Medien fünf Wachen in Rhône und im benachbarten Isère aufgebrochen. Die Tatorte liegen demnach in einem Umkreis von rund 20 Kilometern, die Einbrüche ereigneten sich binnen weniger als drei Wochen. Betroffen war unter anderem die Feuerwehr von Bourgoin-Jallieu, wo in der Nacht vom 22. auf den 23. August Rettungsgerät entwendet wurde.

Die Täter hatten es den Berichten zufolge vor allem auf hydraulische Spreizer und Schneidgeräte abgesehen. Feuerwehrleute setzen diese Werkzeuge ein, um nach schweren Verkehrsunfällen Karosserieteile auseinanderzudrücken oder zu durchtrennen und eingeklemmte Menschen zu befreien. Die Geräte sind mehrere Tausend Euro wert, doch ihr Verlust wiegt für die Einsatzfähigkeit einer Wache schwerer als der reine Sachschaden.

Nicht jeder Standort verfügt über eine eigene vollständige Ausrüstung für die technische Rettung. Fehlt sie bei einem Alarm, muss gegebenenfalls eine andere Einheit mit den benötigten Geräten angefordert werden. Dadurch können sich Anfahrtswege verlängern. Der Feuerwehrleutnant Julien Bellet aus Saint-Bonnet-de-Mure verwies gegenüber französischen Medien auf die möglichen Folgen für Unfallopfer, bei deren Befreiung häufig jede Minute zählt.

Hinzu kommt die Sorge, dass die leistungsstarken Geräte für weitere Straftaten verwendet werden könnten. Mit ihnen lassen sich grundsätzlich auch widerstandsfähige Türen oder Tresore gewaltsam öffnen. Die Ermittler prüfen deshalb laut den Berichten, ob die Werkzeuge weiterverkauft oder zur Vorbereitung neuer Einbrüche gestohlen wurden. Beides sind bislang Arbeitshypothesen; ein Tatmotiv ist nicht festgestellt.

Der Schaden der fünf bekannten Einbrüche wird auf insgesamt mehr als 50.000 Euro beziffert. Regionale Medien berichteten am 26. August zudem über mögliche Vorfälle in zwei Feuerwehrwachen im Département Ain. Ein Zusammenhang mit der Serie in Rhône und Isère war zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigt.

Für die betroffenen Feuerwehren bedeutet der Verlust, fehlende Ausrüstung zu ersetzen und zugleich den Schutz ihrer Standorte zu überprüfen. Gestohlen wurden Werkzeuge, die im Ernstfall für die Rettung von Menschen aus zerstörten Fahrzeugen gebraucht werden. Zu Tatverdächtigen oder Festnahmen lagen am 27. August keine Angaben vor.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info
  • Europe 1
  • Le Progrès

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels