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EU verurteilt Übergriff auf französische Diplomaten in Teheran

Iranische Sicherheitskräfte sollen zwei Mitarbeiter der französischen Botschaft stundenlang festgehalten und verhört haben. Einer der Diplomaten wurde nach Angaben aus Paris geschlagen. Die EU verlangt Aufklärung und Konsequenzen.

Paris – 29.07.2026: Mehr als eine Woche nach einem Übergriff auf zwei französische Diplomaten in Teheran hat die Europäische Union das Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte scharf verurteilt. In einer Erklärung vom 28. Juli forderte die EU die iranischen Behörden auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen vollständig einzuhalten.

Nach Darstellung des französischen Außenministeriums waren die beiden Mitarbeiter der Botschaft während eines beruflichen Termins in Teheran mehrere Stunden lang festgehalten und verhört worden. Sie hätten sich als Botschaftsangehörige ausgewiesen und ihre Diplomatenpässe vorgelegt. Dennoch seien ihnen ihre Kommunikationsmittel abgenommen worden. Einer der Männer sei eingeschüchtert, körperlich misshandelt und geschlagen worden.

Die französische Regierung wertet den Vorfall als gezielte Aktion. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte am 23. Juli, die Diplomaten seien am Ort eines regulären Gesprächstermins mehr als vier Stunden festgehalten worden. Einer von ihnen war nach Angaben aus Paris Kulturberater der Botschaft. Beide betreuten Programme zur Unterstützung der iranischen Zivilgesellschaft, darunter Vorhaben mit Künstlern und Wissenschaftlern. Ihre Namen wurden nicht veröffentlicht.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete den Vorfall im Namen der Mitgliedstaaten als eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und die Wiener Übereinkommen. Deren Bestimmungen schützen diplomatisches Personal und sichern die Arbeitsfähigkeit ausländischer Vertretungen. Brüssel erklärte sich ausdrücklich mit Frankreich solidarisch und verlangte von Teheran eine Untersuchung.

Paris hatte den iranischen Geschäftsträger bereits am 21. Juli in das Außenministerium einbestellt. Außenminister Jean-Noël Barrot teilte seinem iranischen Amtskollegen mit, ein Angriff auf die körperliche Unversehrtheit französischer Mitarbeiter könne nicht ohne Folgen bleiben. Welche diplomatischen Maßnahmen die Regierung erwägt, ließ das Ministerium offen.

Die Vorwürfe verschärfen die ohnehin belasteten Beziehungen zwischen Frankreich und Iran. Seit Längerem warnt Paris vor willkürlichen Festnahmen und dem Risiko, dass ausländische Staatsangehörige unter politischen Druck geraten. Für Reisen nach Iran gilt daher weiterhin eine besonders strenge Warnung des französischen Außenministeriums. Französische Staatsbürger werden aufgefordert, das Land nicht zu bereisen.

Die beiden Diplomaten sind nach Angaben des Quai d'Orsay inzwischen nach Paris zurückgekehrt und setzen ihre Arbeit von dort aus fort. Die französische Botschaft in Teheran wurde entgegen zwischenzeitlichen Berichten nicht evakuiert. Eine Stellungnahme der iranischen Behörden zu den konkreten französischen Vorwürfen war in den herangezogenen

Quellen

  • France Diplomatie – Pressekonferenz vom 23. Juli 2026
  • Europäische Union – Erklärung von Kaja Kallas laut Europa Press
  • France Diplomatie – Reisehinweise für Iran
  • Franceinfo – Bericht vom 28. Juli 2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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