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Europas Sicherheit: Macron spricht Klartext zur Ukraine

Emmanuel Macron hat sich direkt an die Franzosen gewandt – auf den sozialen Netzwerken und ohne Umwege. Über eine Stunde lang stellte er sich den Fragen der Bürger und betonte eine zentrale Botschaft: Frieden ist das Ziel, aber nicht um den Preis einer ukrainischen Kapitulation. Werden französische Truppen in die Ukraine geschickt? Diese Frage bewegt…

Screenshot X / @EmmanuelMacron

Emmanuel Macron hat sich direkt an die Franzosen gewandt – auf den sozialen Netzwerken und ohne Umwege. Über eine Stunde lang stellte er sich den Fragen der Bürger und betonte eine zentrale Botschaft: Frieden ist das Ziel, aber nicht um den Preis einer ukrainischen Kapitulation.

Werden französische Truppen in die Ukraine geschickt?

Diese Frage bewegt viele. Wird Frankreich Soldaten entsenden? Macron hielt sich bedeckt, machte aber eines deutlich: Europa muss mehr tun. „Wir wollen die Ukraine nicht im Stich lassen“, erklärte er und betonte, dass ein Waffenstillstand, der faktisch eine Kapitulation wäre, keine Option sei.

Er sprach von der Notwendigkeit, den Verteidigungsetat zu erhöhen, und stellte klar, dass Europa sich militärisch stärker aufstellen müsse. „Wir müssen unsere Kriegsanstrengungen steigern“, sagte der Präsident – eine Aussage, die sicherlich nicht ohne Folgen bleiben wird.

Europas Verteidigung und das amerikanische Dilemma

Macron drängt nicht nur auf mehr Engagement innerhalb der EU, sondern stellt auch die Rolle der USA infrage. „Zum ersten Mal seit dem Kalten Krieg sind die Amerikaner nicht wirklich auf unserer Seite, sondern agieren über unsere Köpfe hinweg“, zitierte er den Sozialisten Olivier Faure. Eine brisante Aussage, die den wachsenden Zwiespalt zwischen Europa und den USA unterstreicht.

In diesem Zusammenhang sucht Macron den Dialog mit allen politischen Kräften. Am 20. Februar saß er drei Stunden lang mit Parteichefs und Fraktionsvorsitzenden zusammen. Auch konservative Stimmen wie Éric Ciotti von den Républicains fordern ein Umdenken: „Wir müssen uns anpassen, den Frieden vorbereiten und Europa wieder bewaffnen.“

Ein Treffen mit Trump steht an

Während Macron bereits mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefonierte, steht eine weitere wichtige Begegnung bevor. Am Montag reist er nach Washington, um sich mit Donald Trump zu treffen – dem möglichen zukünftigen US-Präsidenten. Die Frage ist: Wird Trump bereit sein, Europas Sicherheitsinteressen zu unterstützen oder verfolgt er einen eigenen Kurs?

Eines ist sicher: Macron will Frankreich und Europa auf eine neue Realität vorbereiten – eine, in der sie sich möglicherweise stärker auf ihre eigene Verteidigung verlassen müssen.

Von C. Hatty

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