Aktuell · 21.06.2026 02:04
François Hollande überrascht mit Kandidatur bei Parlamentswahlen 2024
Der ehemalige französische Präsident François Hollande kehrt nach sieben Jahren in die Politik zurück und kandidiert überraschend für die Parlamentswahlen 2024 in der Corrèze.
Tulle – 15.06.2024: In einer überraschenden Wendung der französischen Politik hat der ehemalige Präsident François Hollande seine Kandidatur für die bevorstehenden Parlamentswahlen angekündigt. In einer Pressekonferenz in Tulle erklärte er, dass er in der ersten Wahlkreises der Corrèze antreten werde, unterstützt vom Nouveau Front Populaire. Hollande betonte, dass die aktuelle politische Lage "besonders ernst" sei und die Gefahr einer Machtübernahme durch den Rassemblement National (RN) drohe. Er sagte: "In dieser außergewöhnlichen Situation ist eine außergewöhnliche Entscheidung notwendig."
Hollande, der von 1997 bis 2012 als Abgeordneter der Corrèze tätig war, kehrt somit in seine politische Heimat zurück. Seine Entscheidung, sich erneut zur Wahl zu stellen, wurde von vielen Beobachtern als Versuch gewertet, die politische Landschaft der Linken neu zu gestalten und der wachsenden Bedrohung durch den RN entgegenzuwirken. Politikwissenschaftler Pierre-Yves Rougeyron kommentierte: "Es ist ein ehemaliger Präsident, er wird sich nicht mit einem Sitz in der Corrèze zufrieden geben."
Die Ankündigung von Hollande erfolgte vor dem Hintergrund der bevorstehenden Parlamentswahlen am 30. Juni und 7. Juli 2024. In der ersten Runde der Wahlen erzielte er 37,65 % der Stimmen und lag damit vor der Kandidatin des RN, Maïtey Pouget, die 31,43 % erhielt, und dem amtierenden Abgeordneten Francis Dubois von den Republikanern mit 25,28 %. Im zweiten Wahlgang sicherte sich Hollande mit 43,29 % der Stimmen den Sieg und wurde erneut zum Abgeordneten der Corrèze gewählt.
Seine Rückkehr in die Politik wurde von vielen als Versuch gewertet, die politische Landschaft der Linken neu zu gestalten und der wachsenden Bedrohung durch den RN entgegenzuwirken. Hollande selbst erklärte, dass er nicht kandidiere, um eine Regierung zu bilden, sondern um die extreme Rechte zu bekämpfen. Er sagte: "Ich bin nicht Kandidat, um eine Regierung zu bilden, sondern um die extreme Rechte zu bekämpfen."
Die Entscheidung von Hollande, sich erneut zur Wahl zu stellen, wurde von vielen Beobachtern als Versuch gewertet, die politische Landschaft der Linken neu zu gestalten und der wachsenden Bedrohung durch den RN entgegenzuwirken. Politikwissenschaftler Pierre-Yves Rougeyron kommentierte: "Es ist ein ehemaliger Präsident, er wird sich nicht mit einem Sitz in der Corrèze zufrieden geben."
Hollandes Rückkehr in die Politik markiert einen bedeutenden Moment in der französischen Politik. Seine Kandidatur und der anschließende Wahlsieg könnten weitreichende Auswirkungen auf die politische Ausrichtung der Linken und die Dynamik der französischen Politik insgesamt haben.
Quellen
- Le Parisien
- Europe 1
- CNEWS