Paris – 30.08.2026: Frankreichs Bergorte haben im Sommer 2026 mehr Gäste angezogen als in den beiden Vorjahren. Nach Angaben des Nationalen Verbands der Bürgermeister von Bergstationen lag die Auslastung der erfassten touristischen Unterkünfte bis zum 22. August bei 65,8 Prozent. Das waren 2,5 Prozentpunkte mehr als im Sommer 2025 und fünf Punkte mehr als 2024.
Die am 27. August veröffentlichte Zwischenbilanz weist für den Juli eine Auslastung von 63,3 Prozent aus, 3,6 Punkte über dem Vorjahreswert. Im August erreichten die Unterkünfte 72 Prozent und damit 1,1 Punkte mehr als 2025. Die stärkste Woche begann am 8. August: In diesem Zeitraum waren 80,7 Prozent der angebotenen Kapazitäten belegt.
Am deutlichsten fiel der Zuwachs in den Pyrenäen aus. Dort stieg die Auslastung gegenüber dem Vorjahr um vier Punkte auf 69,8 Prozent. Die Südalpen erreichten 66,8 Prozent, ein Plus von 1,2 Punkten. In den Nordalpen waren 64,6 Prozent der erfassten Unterkünfte belegt; das entsprach einer Verbesserung um 2,3 Punkte. Die Statistik umfasst gewerbliche Angebote in mehreren französischen Gebirgsmassiven.
Auch zwischen den Unterkunftsarten gibt es beträchtliche Unterschiede. Ferienwohnanlagen kamen auf 74,1 Prozent, Hotels auf 67,9 Prozent. Feriendörfer erreichten 68,4 Prozent und übertrafen ihren Vorjahreswert um 3,3 Punkte. Bei den über Immobilienagenturen vermittelten Unterkünften lag die Auslastung mit 50,6 Prozent niedriger, stieg aber ebenfalls deutlich: um 3,5 Punkte gegenüber dem Sommer 2025.
Die Bilanz fällt in eine Saison, die in vielen Teilen Frankreichs von Hitzeperioden, Trockenheit und Waldbränden geprägt war. Branchenvertreter berichten, dass Reisende während besonders heißer Phasen kurzfristig Aufenthalte in höheren, kühleren Lagen gebucht hätten. Die gestiegene Belegung lässt allerdings keinen unmittelbaren Schluss auf die Einnahmen zu: Wie viel die Gäste vor Ort für Gastronomie, Freizeitangebote und Handel ausgaben, geht aus den veröffentlichten Zahlen nicht hervor.
Französische Urlauber stellten 81,72 Prozent der Gäste. Der Anteil ausländischer Besucher betrug 18,28 Prozent. Innerhalb dieser Gruppe kamen 26 Prozent aus den Niederlanden, 25 Prozent aus Belgien und 13 Prozent aus Großbritannien. Für die Bergorte bleibt die Nachfrage aus den europäischen Nachbarländern damit ein wichtiger Teil des Sommergeschäfts.
Verbandspräsident Jean-Luc Boch bezeichnete die Saison als erfolgreich, verwies jedoch auf den begrenzten finanziellen Spielraum vieler Haushalte. Bei den veröffentlichten Werten handelt es sich um eine Zwischenbilanz: Erfasst wurde die Saison bis zum 22. August.
Quellen
- Franceinfo
- Nationaler Verband der Bürgermeister von Bergstationen
- Atout France
- TourMaG
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).