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Französische Blauhelme patrouillieren weiter im gefährlichen Südlibanon

Vier Monate nach einem Angriff mit zwei französischen Todesopfern setzt das UNIFIL-Kontingent seine Patrouillen im Südlibanon fort. Der Einsatz führt die Soldaten auch in ein Gebiet, das nach Angaben von Franceinfo seit dem Frühjahr…

Dayr Kifa – 26.08.2026: Rund vier Monate nach einem tödlichen Angriff auf französische Blauhelme setzt das französische UNIFIL-Kontingent seine Patrouillen im Südlibanon fort. Ein Team von Franceinfo begleitete die Soldaten in ein Gebiet, das nach Angaben des Senders seit dem Frühjahr von der israelischen Armee kontrolliert wird. Dort beobachten und dokumentieren die Blauhelme mögliche Verstöße gegen die geltenden Sicherheitsvereinbarungen.

Etwa 600 französische Militärangehörige sind im Rahmen der Operation Daman bei der UN-Mission eingesetzt. Sie halten Verbindung zu anderen UNIFIL-Einheiten und zu den libanesischen Streitkräften, sichern Verkehrswege und unterstützen die Beseitigung von Kampfmitteln. Die Arbeit ist besonders heikel, weil militärische Stellungen, beschädigte Straßen und mögliche Blindgänger den Zugang zu einzelnen UN-Posten erschweren.

Wie konkret die Gefahr ist, zeigte sich am 18. April 2026 nahe Ghanduriyah. Eine französische Patrouille geriet unter Beschuss, als sie eine Straße zu isolierten UN-Stellungen wieder öffnen sollte. Der Soldat Florian Montorio wurde getötet, drei weitere Angehörige des Kontingents wurden verletzt. Einer von ihnen, Anicet Girardin, erlag am 22. April in einem Pariser Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Nach Angaben der UNIFIL gehörte die angegriffene Patrouille zu einem französischen Kampfmittelräumteam. Die Vereinten Nationen leiteten eine Untersuchung ein und forderten die libanesischen Behörden auf, die Verantwortlichen zu ermitteln. Präsident Emmanuel Macron machte die Hisbollah für den Angriff verantwortlich und verlangte eine vollständige Aufklärung. Die libanesischen Behörden verurteilten die Tat.

Die UNIFIL verwies darauf, dass vorsätzliche Angriffe auf UN-Personal schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates darstellen können. Diese Resolution bildet seit 2006 den politischen Rahmen für die Mission im Süden des Libanon. Die Blauhelme sollen die Lage entlang der sogenannten Blauen Linie beobachten, die Einstellung der Feindseligkeiten überwachen und die libanesischen Streitkräfte unterstützen.

Zugleich nähert sich die Mission ihrem vorgesehenen Ende. Der Sicherheitsrat beschloss 2025 eine letzte Verlängerung des Mandats bis zum 31. Dezember 2026. Anschließend soll die UNIFIL schrittweise und geordnet abgebaut werden. Die Sicherheitsverantwortung soll vollständig an den libanesischen Staat und dessen Streitkräfte übergehen.

Bis dahin bleibt das französische Kontingent mit Aufklärung, Verbindung und Kampfmittelräumung beauftragt. Die Patrouillen finden in einem Gebiet statt, in dem die Bewegungsfreiheit der Vereinten Nationen durch militärische Präsenz und die Folgen der Kämpfe eingeschränkt ist. Der Angriff von Ghanduriyah hat zwei französische Soldaten das Leben gekostet und drei weitere verletzt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Ministerium der Streitkräfte
  • UNIFIL
  • UN-Friedenssicherung
  • Élysée-Palast

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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