Umwelt

Freiwillige Feuerwehrleute stützen den Waldbrändeinsatz in der Gironde

Bei den schweren Waldbränden in der Gironde kämpfen zahlreiche freiwillige Feuerwehrleute an der Seite der Berufskräfte. Sie bilden das Rückgrat des französischen Feuerwehrwesens, doch ihre Verfügbarkeit hängt auch von der Unterstützung ihrer Arbeitgeber ab.

Bordeaux – 29.07.2026: Seit dem 22. Juli kämpfen Feuerwehrleute in der Gironde gegen schwere Waldbrände. Eine zentrale Rolle spielen dabei freiwillige Kräfte, die für Alarmierungen ihren Arbeitsplatz verlassen oder ihren Urlaub unterbrechen. Viele von ihnen sind im Alltag Angestellte, Pädagogen oder Studierende. Nach Angaben von Franceinfo wurden bei den Einsätzen bislang mehr als 120 Feuerwehrleute verletzt.

Am 28. Juli hatte sich die Lage im Département nach den jüngsten Angaben stabilisiert. Vollständig gebannt war die Gefahr jedoch nicht: Immer wieder mussten kleinere Brandherde und erneut aufflammende Flächen bekämpft werden. Auch die Gendarmerie unterstützte den Einsatz in großem Umfang. In der Gironde und im benachbarten Département Landes waren zeitweise mehr als 1.200 Gendarmen mobilisiert. Sie begleiteten Evakuierungen, regelten den Verkehr und sicherten geräumte Gebiete gegen unbefugten Zutritt.

Dass Frankreich bei lang anhaltenden Katastrophen über große Personalreserven verfügt, liegt am Aufbau seines Feuerwehrwesens. Nach vorläufigen Zahlen des Innenministeriums gab es Ende 2025 landesweit 200.961 freiwillige und 44.303 hauptberufliche Feuerwehrleute. Die Freiwilligen stellen damit mehr als drei Viertel der nichtmilitärischen Einsatzkräfte. Bei ausgedehnten Waldbränden sichern sie Ablösungen, unterstützen die Logistik und bringen häufig genaue Ortskenntnisse mit.

Ihr Status ist mit verbindlichen Pflichten verbunden. Freiwillige Feuerwehrleute absolvieren Ausbildungen, unterstehen im Einsatz derselben operativen Führung wie Berufskräfte und erhalten Entschädigungen. Ob sie tatsächlich ausrücken können, hängt allerdings oft von ihren Arbeitgebern ab. Kurzfristige Abwesenheiten treffen vor allem kleinere Betriebe, die Ausfälle während einer Krise nur schwer auffangen können.

Staat und Unternehmen bemühen sich daher um verlässliche Freistellungsregeln. Das Innenministerium verwies im Mai auf 5.297 Unternehmen mit einem nationalen Partnerlabel für feuerwehrfreundliche Arbeitgeber. Vereinbarungen können bezahlte Abwesenheiten für Einsätze, Fortbildungen und Führungsaufgaben vorsehen. Ein im März mit dem Prüf- und Beratungsunternehmen Socotec geschlossenes Abkommen gewährt freiwilligen Feuerwehrleuten beispielsweise bis zu zehn Tage Sonderurlaub bei fortgezahltem Gehalt.

Solche Regelungen entschärfen den Konflikt zwischen Erwerbsarbeit und Einsatzdienst, beseitigen ihn aber nicht. Das französische Modell beruht darauf, dass öffentliche Stellen, Feuerwehren und private Arbeitgeber gemeinsam personelle Spielräume schaffen. Wie hoch die Belastung bleibt, belegen neben den zahlreichen Verletzten auch zwei Todesfälle: Am 21. Juli kamen nahe dem Flughafen Bordeaux-Mérignac zwei Berufsfeuerwehrleute während eines Brandeinsatzes ums Leben.

Quellen

  • Franceinfo
  • Gendarmerie nationale
  • Ministère de l'Intérieur – Sécurité civile
  • Ministère de l'Intérieur

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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