Kyjiw – 26.07.2026: Russische Raketen- und Drohnenangriffe haben in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet und weitere Verletzte gefordert. In Charkiw starb nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow ein Mensch bei einem Drohnenangriff; mindestens sechs Personen wurden verletzt, darunter zwei Kinder. In Saporischschja wurde nach Angaben von Bürgermeister Iwan Fedorow ein Mann durch eine russische Gleitbombe getötet, mindestens sechs weitere Menschen erlitten Verletzungen.
In der Hauptstadt Kyjiw lösten ballistische Raketen in der Nacht Brände aus. Herabfallende Trümmer setzten nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko ein Hochhaus nahe dem historischen Zentrum sowie weitere Gebäude, Autos und Parkflächen in Brand. Mindestens drei Zivilisten wurden verletzt, einer von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, Ziele mit Bezug zur ukrainischen Drohnenproduktion getroffen zu haben.
Die ukrainische Luftwaffe registrierte für die Nacht zum 26. Juli einen Marschflugkörper, sieben ballistische Raketen und 136 Angriffsdrohnen verschiedener Typen. Nach ihren vorläufigen Angaben wurden ein Marschflugkörper, fünf ballistische Raketen und 104 Drohnen abgefangen oder durch elektronische Maßnahmen gestört. Einschläge von zwei ballistischen Raketen und 27 Drohnen seien an 18 Orten festgestellt worden; Trümmer seien an sieben weiteren Orten niedergegangen.
Parallel meldeten die von Moskau eingesetzten Behörden im russisch besetzten Horliwka im Osten der Ukraine vier getötete Zivilisten nach einem ukrainischen Drohnenangriff. Der von Russland eingesetzte Bürgermeister Iwan Prichodko erklärte, die Stadt sei seit dem frühen Morgen unter Beschuss gewesen. Diese Angaben waren zunächst nicht unabhängig überprüfbar. Russland kontrolliert Horliwka seit 2014; die Stadt liegt im umkämpften Gebiet der Oblast Donezk.
Nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums wurden über Nacht 133 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet, dem Schwarzen Meer und der von Russland annektierten Krim abgefangen. Unabhängige Angaben zu möglichen Schäden und Opfern auf russischem Staatsgebiet lagen zunächst nicht vor. Die beiderseitigen Drohnenangriffe ergänzen die Kämpfe an der Front und treffen zunehmend auch Gebiete weit hinter den jeweiligen Linien.
Die in der Ausgangsmeldung genannte Zahl von mindestens zehn Toten lässt sich für die Angriffe vom 26. Juli nicht bestätigen. Verifizierbar sind mindestens sechs Todesopfer: zwei in den von Russland angegriffenen ukrainischen Städten Charkiw und Saporischschja sowie vier in Horliwka. Bereits am 24. Juli hatte ein großer russischer Angriff nahe Kyjiw nach ukrainischen Angaben mindestens zehn Menschen getötet und rund 100 weitere verletzt.
Quellen
- Associated Press
- Ukrainska Pravda unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).