Paris – 03.08.2026: Klimaanlagen verbreiten sich in französischen Wohnungen immer schneller, da häufigere Hitzeperioden den Alltag in schlecht geschützten Gebäuden erschweren. Nach Angaben der Umweltagentur ADEME verfügten 2025 rund 24 Prozent der Haushalte über ein Klimasystem. Zwei Jahre zuvor waren es 18 Prozent. Je nach Erhebung liegt der aktuelle Anteil zwischen 18 und 26 Prozent. Damit ist inzwischen ungefähr jede vierte Wohnung klimatisiert.
Noch macht die Kühlung nur etwa ein Prozent des Endenergieverbrauchs privater Haushalte aus. Das liegt auch daran, dass viele Anlagen lediglich an besonders heißen Tagen eingeschaltet werden: 61 Prozent der ausgestatteten Haushalte nutzen sie laut ADEME ausschließlich während solcher Hitzespitzen. Mit der wachsenden Zahl von Geräten dürfte jedoch der Strombedarf gerade dann steigen, wenn hohe Temperaturen das Energiesystem ohnehin beanspruchen.
Zur Umweltbilanz gehört neben dem Stromverbrauch die Technik der Anlagen. Klimaanlagen enthalten Kältemittel, die bei Undichtigkeiten oder unsachgemäßer Entsorgung entweichen und das Klima stark belasten können. Außengeräte geben zudem Wärme an ihre Umgebung ab. In dicht bebauten Vierteln kann dies die hohen Außentemperaturen zusätzlich verschärfen und den Kühlbedarf benachbarter Gebäude erhöhen.
Die ADEME empfiehlt deshalb, den Wärmeeintrag in Wohnungen zuerst mit passiven Mitteln zu begrenzen. Außen liegende Rollläden, Jalousien oder Sonnenschutzsegel halten die Sonnenstrahlung wirksamer ab als Vorrichtungen hinter der Fensterscheibe. Während der heißen Tagesstunden sollten Fenster geschlossen bleiben. Ist die Außenluft abends oder nachts kühler, kann Querlüften die in Wänden, Böden und Decken gespeicherte Wärme abführen.
Auch die Bauweise bestimmt, wie schnell sich Innenräume aufheizen. Eine gute Dämmung, besonders an Dach und Außenwänden, mindert die Überhitzung. Bäume und begrünte Flächen verbessern das Mikroklima rund um Gebäude. Eine ADEME-Studie nennt Sonnenschutz, nächtliche natürliche Lüftung, die gewünschte Raumtemperatur und die Länge der Kühlperiode als maßgebliche Faktoren für den Energiebedarf.
Wo eine Klimaanlage aus gesundheitlichen oder baulichen Gründen erforderlich ist, rät die Behörde zu einer bedarfsgerechten Dimensionierung. Mobile Monoblockgeräte gelten als wenig effizient, weil für den Abluftschlauch meist ein Fenster oder eine Tür geöffnet bleiben muss. Dadurch strömt warme Luft nach.
Großen Einfluss hat auch die Einstellung: Wird die Zieltemperatur von 23 auf 26 Grad angehoben, sinkt der Stromverbrauch einer Klimaanlage nach Berechnungen der ADEME auf etwa ein Drittel. Baulicher Hitzeschutz und eine maßvolle Kühlung können den sommerlichen Energiebedarf daher erheblich begrenzen.
Quellen
- Franceinfo
- ADEME BâtiZoom: Anteil klimatisierter Wohnungen
- ADEME: Klimaanlage auswählen
- ADEME: Wohnung bei Hitze kühl halten
- ADEME: Studie zum Kühlbedarf von Wohnungen
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).