Frankreich – 18.07.2026: Bewohner mehrerer französischer Gemeinden melden eine starke Ausbreitung von Ameisen, die in Häuser, Wohnungen und Gärten eindringen. Nach aktuellen Berichten gelangen die Tiere bis in Küchen, Schlafräume und obere Stockwerke. Betroffene schildern, dass wiederholtes Saugen, Reinigen und frei verkäufliche Mittel die Kolonien häufig nur kurzfristig zurückdrängen.
Im Mittelpunkt stehen je nach Fundort unterschiedliche Arten. Besonders problematisch kann die Schwarze Glanzameise Tapinoma magnum sein, deren Kolonien sehr groß werden und mehrere Königinnen haben können. Auch die Argentinische Ameise sowie die Elektrische Ameise gelten in Frankreich als invasive Arten, die sich in dicht besiedelten Gebieten und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ausbreiten können.
Die Belastung für Anwohner besteht vor allem in der großen Zahl der Tiere und ihrer Fähigkeit, sich über weite Flächen auszudehnen. Einzelne Bekampfungsversuche in einem Haus reichen oft nicht aus, wenn benachbarte Grundstücke oder öffentliche Flachen ebenfalls betroffen sind. Fachleute raten daher, ein Vorkommen genau zu bestimmen und Nachbarn sowie die Kommune fruhzeitig einzubeziehen.
Die franzosische Regierung hatte Ende Juni auf eine parlamentarische Anfrage erklart, invasive Ameisenarten wurden inzwischen in mehreren Regionen festgestellt. Bei der Elektrischen Ameise bestehen derzeit drei bekannte Befallsherde im Département Var: in Toulon, La Croix-Valmer und Cavalaire-sur-Mer. Fruhere Koderbehandlungen erzielten dort nach Angaben des Ministeriums nicht die erhoffte Wirkung.
Deshalb wurden fur die betroffenen Herde neue, zeitlich begrenzte Behandlungsprotokolle mit zugelassenen Biozidprodukten eingefuhrt. Die Wirksamkeit muss jedoch wissenschaftlich uberwacht werden, weil Ergebnisse je nach Ort, Ausdehnung der Nester und Verhalten der jeweiligen Art unterschiedlich ausfallen konnen. Das Ministerium betont zudem, dass nicht jede auffallige Ameisenansammlung automatisch einer invasiven Art zuzuordnen ist.
Kommunen in betroffenen Gebieten setzen inzwischen auf Information und gemeinsame Beobachtung. Bewohner sollen bei ungewohnlich dichten, wiederkehrenden Ansammlungen den Verlauf dokumentieren und die zustandigen kommunalen Stellen oder spezialisierte Schadlings- und Pflanzenschutzdienste informieren. Eine fachliche Bestimmung ist wichtig, damit heimische Ameisenarten nicht unnötig bekampft werden.
Fur Frankreich ist das Thema auch ein Umweltproblem: Invasive Ameisen konnen einheimische Insekten verdrangen, die Artenvielfalt beeintrachtigen und teilweise Schaden an Pflanzen verursachen. Die aktuelle Welle von Beschwerden zeigt vor allem, wie schwer es ist, bereits etablierte Kolonien aus Wohnumfeldern dauerhaft zu entfernen. Entscheidend sind koordinierte Maßnahmen statt isolierter Behandlungen in einzelnen Haushalten.
Quellen
- Franceinfo
- Senat – Antwort des Ministeriums fur den okologischen Wandel
- Gemeinde Ingrandes-le-Fresne-sur-Loire
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).