Bagdad – 31.07.2026: Die irakische Regierung hat bestritten, den amerikanisch-saudischen Angriffen vom 29. Juli zugestimmt zu haben. Damit widerspricht sie US-Präsident Donald Trump, der die Operation laut Franceinfo als mit Bagdad koordiniert dargestellt hatte. Unabhängig bestätigte Angaben zu den Zielen, zum Ablauf und zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor.
Der Widerspruch berührt einen politisch heiklen Unterschied: Eine vorherige Unterrichtung, eine operative Abstimmung und die ausdrückliche Billigung eines Militäreinsatzes sind weder diplomatisch noch völkerrechtlich gleichzusetzen. Bagdad weist nach der vorliegenden Darstellung eine Zustimmung zurück. Ob es vor den Angriffen Kontakte mit amerikanischen oder saudischen Stellen gab und welche irakischen Behörden daran beteiligt gewesen sein könnten, wurde nicht erläutert.
Für die irakische Führung ist die Frage der territorialen Souveränität besonders sensibel. Das Land bleibt sicherheitspolitisch von ausländischen Partnern, regionalen Konflikten und bewaffneten Gruppen im eigenen Staatsgebiet abhängig. Der Eindruck, die Regierung habe ausländische Militäraktionen gebilligt, könnte innenpolitischen Druck auslösen und Bagdads schwierige Beziehungen zu Washington, Riad und Teheran zusätzlich belasten.
Irakische Behörden haben wiederholt erklärt, das eigene Territorium und den Luftraum nicht als Ausgangspunkt für Angriffe auf Nachbarstaaten oder andere Länder zur Verfügung stellen zu wollen. Mitte Juli bekräftigte die Gemeinsame Operationsführung diesen Grundsatz. Bei früheren Vorwürfen im Zusammenhang mit Drohnenangriffen auf Saudi-Arabien hatten irakische Stellen mitgeteilt, ihnen lägen keine Erkenntnisse über eine Nutzung des irakischen Luftraums vor.
Der Vorgang fällt in eine Phase erhöhter regionaler Unsicherheit. Irak versucht seit Jahren, eine Ausweitung der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten, Iran und ihren jeweiligen Partnern auf das eigene Staatsgebiet zu verhindern. Die Vielzahl staatlicher Sicherheitsorgane und bewaffneter Milizen erschwert jedoch die politische Kontrolle über sämtliche militärischen Aktivitäten im Land.
Trumps Darstellung verleiht dem Dementi zusätzliches Gewicht. Eine bestätigte Abstimmung könnte als Abkehr von Bagdads erklärter Distanz zu ausländischen Militäraktionen verstanden werden. Die irakische Regierung setzt dem eine öffentliche Zurückweisung entgegen, ohne Einzelheiten über diplomatische Kontakte oder militärische Informationswege offenzulegen.
Ungeklärt ist weiterhin, welche Informationen Washington und Riad vor dem Einsatz an irakische Stellen übermittelten. Ebenso bleibt nach der bislang vorliegenden Berichterstattung unklar, wo genau die Angriffe stattfanden. Eine gemeinsame Stellungnahme der amerikanischen und saudischen Seite zu Bagdads Dementi lag zunächst nicht vor.
Quellen
- Franceinfo
- Iraqi News Agency
- Gemeinsame Operationsführung des Irak
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).