Darkhovin – 19.07.2026: Iran hat den Vereinigten Staaten einen Angriff auf ein Gelände nahe dem geplanten Atomkraftwerk Darkhovin im Südwesten des Landes vorgeworfen. Die Revolutionsgarden erklärten nach iranischen Angaben, die USA hätten eine Nuklearanlage im Bau attackiert. Eine unabhängige Bestätigung für einen Treffer auf eine nukleare Einrichtung lag zunächst nicht vor. Die US-Seite bestätigte nach bisher bekannten Angaben Angriffe gegen militärische Strukturen der Revolutionsgarden.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP befand sich das Projekt Darkhovin zuletzt noch in einer frühen Bauphase. Satellitenbilder vom 9. Juli zeigten demnach vor allem vorbereitete Flächen und nur begrenzte Bautätigkeit. Damit bleibt offen, welcher Teil des Areals nach iranischer Darstellung betroffen gewesen sein soll und ob dort nukleartechnische Infrastruktur beschädigt wurde.
Die neue Eskalation folgt auf eine Serie gegenseitiger Angriffe zwischen Washington und Teheran. Das US-Militär begründete seine jüngsten Operationen mit Vergeltung für die Tötung amerikanischer Soldaten in Jordanien. Nach US-Angaben richteten sich die Angriffe gegen Fähigkeiten der Revolutionsgarden, die zur Kontrolle der Straße von Hormus und zu Angriffen auf die Schifffahrt eingesetzt würden.
Die Revolutionsgarden meldeten zugleich, mehrere Schiffe angehalten zu haben, die die Straße von Hormus passieren wollten. Zu den betroffenen Schiffen, ihren Flaggenstaaten, der Dauer der Festsetzung und möglichen Besatzungsschäden gab es zunächst keine unabhängig überprüfbaren Einzelheiten. Die wichtige Meerenge zwischen Iran und Oman verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine zentrale Route für Energie- und Warenlieferungen.
Die US-Seeschifffahrtsbehörde MARAD warnt weiterhin, dass Iran Handelsschiffe im Persischen Golf, in der Straße von Hormus und im Golf von Oman bedrohe oder angreife. Reedereien und Besatzungen werden dort zu erhöhter Vorsicht angehalten. Die Sicherheitslage erschwert nach Einschätzung von Branchenvertretern die Durchfahrt und erhöht die Risiken für Versicherungen, Frachtverkehr und Energieexporte.
Besondere Sorge löst jeder militärische Vorfall an oder nahe nuklearen Standorten aus. Die Internationale Atomenergiebehörde hatte bereits im März vor den Folgen eines Geschosstreffers am laufenden Atomkraftwerk Buschehr gewarnt. Darkhovin ist davon zu unterscheiden: Das Projekt gilt nach den jüngsten verfügbaren Bildauswertungen nicht als betriebsbereites Kraftwerk.
Die Angaben aus Teheran und Washington zeichnen damit unterschiedliche Bilder des Vorfalls. Fest steht bislang nur, dass die militärische Konfrontation am 19. Juli weiter zunahm und die Lage in der Straße von Hormus erneut verschärfte. Ob das Gelände von Darkhovin direkt getroffen wurde und welche Schäden entstanden, muss durch unabhängige Untersuchungen geklärt werden.
Quellen
- Associated Press
- U.S. Maritime Administration
- Internationale Atomenergiebehörde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).