Umwelt

Junge Landwirte im Vaucluse fordern mehr Wasserspeicher

Die Jeunes Agriculteurs im Vaucluse verlangen zusätzliche Speicher für niederschlagsreiche Zeiten. Reben, Obstbäume und Lavendel litten inzwischen sichtbar unter den wiederkehrenden Dürren.

Avignon – 20.08.2026: Angesichts wiederkehrender Dürren fordern die Jeunes Agriculteurs im Département Vaucluse zusätzliche Möglichkeiten, Wasser zu speichern. Reben, Obstbäume und Lavendel gingen infolge der Trockenheit ein, warnte der Präsident des örtlichen Junglandwirteverbandes am Donnerstag bei ICI Vaucluse. Nach Darstellung der Organisation gefährdet der Wassermangel vor allem die Sommerkulturen und damit die wirtschaftliche Grundlage zahlreicher Höfe im Südosten Frankreichs.

Der Vorstoß fällt in eine Phase angespannter Wasserverhältnisse. Die Präfektur des Vaucluse verschärfte am 6. August die Vorgaben für mehrere Einzugsgebiete. Im Süd-Luberon und am oberen Calavon gilt seither die zweithöchste Restriktionsstufe. Auch für die Gebiete Durance, Nesque, Sorgues und den mittleren Calavon bestehen verbindliche Einschränkungen der Wassernutzung.

Die höchste Krisenstufe wurde im Département bislang nicht ausgerufen. Die Übersicht der Präfektur weist jedoch für nahezu das gesamte Gebiet Vorsorgemaßnahmen oder konkrete Beschränkungen aus. Grundlage der Einstufungen sind unter anderem die Wasserführung der Flüsse, die Grundwasserstände und die verfügbaren Reserven während der sommerlichen Niedrigwasserperiode. Welche Regeln gelten, hängt deshalb vom jeweiligen Einzugsgebiet ab.

Die Junglandwirte verlangen Infrastruktur, die Wasser in niederschlagsreichen Monaten zurückhält und später für die Bewässerung bereitstellt. Damit wollen sie bestehende Kulturen sichern. Weinbau, Obst- und Gemüseproduktion sowie Lavendelfelder prägen weite Teile der Agrarlandschaft im Vaucluse. Der größte Bewässerungsbedarf entsteht allerdings gerade in jenen Monaten, in denen Flüsse und Grundwasser besonders wenig Nachschub erhalten.

Solche Speicher sind in Frankreich umstritten. Befürworter sehen darin eine Möglichkeit, Ernten zu schützen und Betrieben größere Planungssicherheit zu verschaffen. Kritiker verlangen genaue Prüfungen: Entscheidend seien die Herkunft des gespeicherten Wassers, die zulässigen Entnahmemengen und die Folgen für Flüsse, Grundwasser und Ökosysteme. Hinzu kommt die Verteilung zwischen Landwirtschaft, privaten Haushalten, Gewerbe und Natur.

Für die Höfe ergeben sich daraus zwei Aufgaben. Kurzfristig müssen sie ihre Bewässerung an die geltenden Beschränkungen anpassen. Langfristig drängen die Jeunes Agriculteurs auf Genehmigungen und öffentliche Finanzierung für zusätzliche Speicher. Wiederkehrende Trockenheit könne nach zehn Jahren mit erheblichen Belastungen nicht länger als Ausnahme behandelt werden, argumentiert der Verband.

Auch neue Anlagen wären jedoch an das französische Wasserrecht und die Bewirtschaftungspläne der Einzugsgebiete gebunden. Die Präfektur ruft sämtliche Nutzer zum sparsamen Verbrauch auf. Über die jeweils vor Ort geltenden Beschränkungen informiert das staatliche Portal VigiEau.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur Vaucluse

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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