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Aktuell · 26.06.2026 06:27

Klimaanlagen in Frankreich: Gesetzliche Vorgaben und aktuelle Entwicklungen

Frankreich hat in den letzten Jahren mehrere gesetzliche Maßnahmen zur Regulierung von Klimaanlagen ergriffen, um den Energieverbrauch zu senken und den Klimaschutz zu fördern. Ein Überblick über die wichtigsten Bestimmungen und aktuellen Diskussionen.

Paris – 26.06.2026: In den vergangenen Jahren hat Frankreich verschiedene gesetzliche Maßnahmen zur Regulierung von Klimaanlagen eingeführt, um den Energieverbrauch zu senken und den Klimaschutz zu fördern. Ein Überblick über die wichtigsten Bestimmungen und aktuellen Diskussionen.

Im Juni 2023 wurde ein Dekret erlassen, das die Installation von Systemen zur technischen Gebäudeausrüstung (BACS) in Tertiärgebäuden mit einer Nennleistung von über 70 kW vorschreibt. Diese Systeme sollen die Energieeffizienz durch automatische Steuerung von Heizung, Lüftung, Klimaanlage, Beleuchtung und Warmwasserbereitung verbessern. Für Neubauten gilt diese Verpflichtung ab dem 1. Januar 2027, während für bestehende Gebäude eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2030 eingeräumt wurde.

Zusätzlich wurde im Dezember 2025 ein Dekret veröffentlicht, das die Installation von Thermostaten und die Wärmedämmung von Heizungs- und Kühlnetzwerken in allen Gebäuden vorschreibt. Diese Maßnahmen sollen den Energieverbrauch weiter reduzieren und die Energieeffizienz steigern. Die Umsetzung dieser Anforderungen ist für Neubauten ab dem 1. Januar 2027 und für bestehende Gebäude ab dem 1. Januar 2030 vorgesehen.

Im Januar 2026 trat die F-Gas-III-Verordnung in Kraft, die den Einsatz fluorierter Treibhausgase in Klimaanlagen und Wärmepumpen einschränkt. Seitdem ist die Verwendung von neuem R410A für Wartungsarbeiten verboten, und nur recyceltes Kältemittel darf verwendet werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren und den Klimaschutz zu fördern.

Trotz dieser gesetzlichen Vorgaben gibt es politische Diskussionen über den besten Umgang mit der zunehmenden Hitzebelastung. Marine Le Pen, Vorsitzende des Rassemblement National, fordert die Ausstattung von Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen mit Klimaanlagen und staatliche Prämien für Hausbesitzer zur Installation solcher Geräte. Sie argumentiert, dass es "kriminell" sei, Krankenhauszimmer ohne Kühlung zu bauen. Die Grünen-Chefin Marine Tondelier kontert jedoch, dass individuelle Klimageräte das Problem nicht lösen würden und stattdessen auf Dachbegrünungen setzen sollten.

Diese Debatte verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Frankreich steht, um den Klimaschutz mit den Bedürfnissen der Bevölkerung in Einklang zu bringen. Die gesetzlichen Maßnahmen zur Regulierung von Klimaanlagen sind ein Schritt in die richtige Richtung, doch die Diskussionen über deren Umsetzung und Effektivität werden weiterhin geführt.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Frankreich bestrebt ist, den Energieverbrauch zu senken und den Klimaschutz zu fördern. Die gesetzlichen Vorgaben zur Regulierung von Klimaanlagen sind dabei ein wichtiger Bestandteil der Strategie. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie effektiv diese Maßnahmen in der Praxis sind und welche weiteren Schritte erforderlich sind, um den Klimaschutzziele des Landes zu erreichen.

Quellen

  • Le Pen fordert Klimaanlagen überall in Frankreich
  • Lutte contre l'ultra fast-fashion : le Gouvernement convoque la Commission mixte paritaire qui se réunira le 17 juin 2026
  • Unterabschnitt 2 GEG Klimaanlagen und sonstige Anlagen der Raumlufttechnik Gebäudeenergiegesetz (GEG)
  • [BACS, Thermostats & calorifugeage] Mise à jour du calendrier de mise en œuvre
  • Chauffage -À quelle date l'obligation d'installer un thermostat programmable sera-t-elle effective
  • Abschnitt 3 GEG Energetische Inspektion von Klimaanlagen Gebäudeenergiegesetz (GEG)
  • Décret BACS : GTB obligatoire dans les bâtiments tertiaires
  • Thermostats et calorifugeage | Portail des réglementations énergétiques et environnementales des bâtiments

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