Politik & Gesellschaft

Macron lädt rund 25 Staats- und Regierungschefs nach Paris – Selenskyj nimmt an Treffen der «Coalition der Freiwilligen» teil

Im Élysée kommen am Montag etwa 25 Staats- und Regierungschefs zusammen, darunter der ukrainische Präsident Selenskyj. Frankreich will den Druck auf Russland erhöhen und Schritte für mögliche Verhandlungen ausloten.

Paris – 10.07.2026: Präsident Emmanuel Macron empfängt am Montag in Paris rund 25 Staats- und Regierungschefs, darunter den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Treffen findet im Rahmen der sogenannten «Coalition der Freiwilligen» statt, eines Formats, in dem Partnerstaaten ihre Unterstützung für die Ukraine politisch und praktisch koordinieren. Die Élysée-Präsidentschaft bestätigte Termin und Zielsetzung am Freitag.
Laut Präsidialamt sollen die Teilnehmer den Druck auf Russland erhöhen und Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme ernsthafter Verhandlungen sondieren. Im Mittelpunkt stehen koordinierte Sicherheits- und Finanzzusagen sowie Optionen, wie Zusicherungen im Fall eines möglichen Waffenstillstands gestaltet und überwacht werden könnten. Frankreich sieht sich hierbei als Koordinator innerhalb Europas und Gastgeber für Abstimmungen auf politischer Leitungsebene.
Die Coalition der Freiwilligen entstand zu Beginn der russischen Offensive gegen die Ukraine und umfasst in wechselnder Besetzung bis zu 35 Staaten; nach Angaben des Élysée haben für den anstehenden Termin etwa 25 Regierungschefs zugesagt. Frühere Zusammenkünfte fanden in Paris, London sowie in virtuellen Formaten statt. Paris will das Forum nutzen, um Zusagen zu bündeln, Doppelungen zu vermeiden und Planungen für die Zeit nach einer eventuellen Frontberuhigung vorzubereiten.
Für Kiew ist entscheidend, welche materielle, logistische und finanzielle Hilfe kurzfristig verstärkt werden kann und welche längerfristigen Garantien denkbar sind. Diskutiert werden laut Pariser Angaben Unterstützungsinstrumente für Luftverteidigung, Munitionsbeschaffung, Wiederaufbau kritischer Infrastruktur und Ausbildung, ebenso Mechanismen zur Überwachung eines möglichen Waffenstillstands. Auch die Frage, wie europäische und transatlantische Beiträge zusammengeführt werden, ohne bestehende NATO-Strukturen zu duplizieren, steht auf der Agenda.
Die Arbeitsplanung sieht bilaterale Gespräche am Vormittag, eine Plenarsitzung mit gemeinsamen Leitlinien und anschließend die Abstimmung eines politischen Aktionsrahmens vor. Erörtert werden außerdem Mandat, Aufgabenprofil und Grenzen einer multinational koordinierten Absicherung, falls die Lage dies zulässt. Konkrete Verpflichtungen sollen – sofern erzielt – im Anschluss an die Beratungen kommuniziert werden. Offizielle Bestätigungen der Präsidentschaft und französischer Medien decken die Eckpunkte und den Teilnehmerrahmen des Treffens.
Mit dem Pariser Format zielt Macron zugleich auf eine Stärkung europäischer Handlungsfähigkeit in Sicherheitsfragen. Beobachter verweisen darauf, dass politische Einigkeit über Ziele und Sequenz – Unterstützung, Druck, Verhandlungen – Voraussetzung bleibt, um Erwartungen zu managen und Parallelstrukturen zu vermeiden. Frankreich setzt in Paris auf praktische Koordinierung, ohne die Rolle bestehender Bündnisse zu ersetzen.

Quellen

  • Élysée-Präsidentschaft (Mitteilung)
  • Franceinfo (Bericht)

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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