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Aktuell · 29.06.2026 14:49

Maud Bregeon unterstützt Édouard Philippe für die Präsidentschaftswahl 2027

Maud Bregeon, Sprecherin der französischen Regierung, hat ihre Unterstützung für Édouard Philippe bei der Präsidentschaftswahl 2027 angekündigt und wird an seinem Meeting am 5. Juli in Paris teilnehmen.

Paris – 29.06.2026: Maud Bregeon, Sprecherin der französischen Regierung und Ministerin für Energie, hat am Montag, dem 29. Juni 2026, offiziell ihre Unterstützung für Édouard Philippe bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl 2027 erklärt. In einem Interview mit France Inter begründete Bregeon diesen Schritt mit der Sorge vor einem zweiten Wahlgang zwischen dem Rassemblement National (RN) und La France Insoumise (LFI). Sie warnte vor der Gefahr, dass das RN bei einem solchen Duell an die Macht gelangen könnte. Deshalb halte sie Édouard Philippe für den Kandidaten, der „heute mehr als andere sehr breit vereinen und den Einzug in die Stichwahl schaffen kann“, um so die Erstarkung des RN zu verhindern.

Bregeon kündigte zudem an, am Sonntag, dem 5. Juli 2026, an einem von Philippe organisierten Großmeeting in der Adidas Arena in Paris teilzunehmen. Dieses gilt als Auftaktveranstaltung der Philippes Präsidentschaftskampagne. Dabei betonte sie, trotz ihrer Unterstützung werde sie parteipolitisch der Regierung und der Partei Renaissance weiterhin verbunden bleiben und keine operative Rolle in der Kampagne übernehmen.

Édouard Philippe, ehemaliger Premierminister und aktueller Vorsitzender der Partei Horizons, hatte seine Kandidatur für die Wahl 2027 bereits im Vorfeld angekündigt. Seine Kampagne richtet sich darauf aus, das bürgerliche Spektrum zu einen, um den Kampf gegen das Erstarken des rechtsextremen Rassemblement National zu gewinnen.

Die öffentliche Unterstützung von Maud Bregeon stellt ein politisch bemerkenswertes Signal dar, da sie als Mitglied des Kabinetts bislang keine klaren Parteinahmen für einen Präsidentschaftskandidaten gezeigt hatte. Ihr Schritt könnte die politische Dynamik in Regierungs- und Parteileben beeinflussen und Diskussionen über die Rolle und Neutralität von Regierungsmitgliedern in der heißen Wahlkampfphase auslösen.

Die Präsidentschaftswahl am 10. und 24. April 2027 rückt näher. Die Zuwendung von Regierungsmitgliedern wie Bregeon zu einem Kandidaten könnte die Meinungsbildung der Wählerschaft mitprägen. Beobachter sehen darin einen Hinweis darauf, dass Philippe seine Chancen auf ein Mandat auch innerhalb der politischen Mitte weiter stärken will, um den von ihm prognostizierten „Kampf gegen die extreme Rechte“ erfolgreich zu gestalten.

In den kommenden Wochen wird es entscheidend sein, wie sich weitere Regierungsakteure positionieren und wie stark Philippe am Wahltag mobilisieren kann. Bregeons öffentlich bekundete Unterstützung bietet ihm einen wichtigen Rückhalt im politischen Establishment. Gleichzeitig dürfte die Polarisierung in der Parteienlandschaft zunehmen, da die Rivalen von RN und LFI zunehmend umso stärker um Wählerstimmen werben dürften.

Quellen

  • TF1 Info
  • Anadolu Agency
  • La Gazette France

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