Washington – 02.08.2026: Rund zwei Drittel der Erwachsenen in den USA halten den Krieg gegen Iran einer neuen Erhebung von Associated Press und dem NORC Center for Public Affairs Research zufolge für nicht lohnend. Nur 28 Prozent billigen Donald Trumps Umgang mit dem Konflikt. Die Umfrage wurde vom 23. bis 27. Juli unter 1.165 Erwachsenen durchgeführt; die statistische Fehlerspanne beträgt 3,7 Prozentpunkte.
Der Krieg begann nach Angaben der Nachrichtenagentur AP am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf Iran. Trump begründete die Operation unter anderem mit dem Ziel, Irans Raketenfähigkeiten zu schwächen, einen möglichen Bau von Atomwaffen zu verhindern und Verbündete in der Region zu schützen. Fünf Monate später bleiben die politischen Ziele und der zeitliche Rahmen des Einsatzes umstritten.
Die Zustimmung zu Trumps Iran-Politik sank gegenüber dem Vormonat von 34 auf 28 Prozent. Selbst unter republikanischen Wählerinnen und Wählern verzeichnet die Erhebung wachsende Vorbehalte: Rund 61 Prozent billigen das Vorgehen des Präsidenten, nachdem es im Juni noch 71 Prozent gewesen waren. Wegen der größeren Fehlerspanne in dieser Untergruppe ist der Rückgang laut AP allerdings nur begrenzt belastbar.
Die Befragten setzen andere Prioritäten als eine Fortsetzung der militärischen Eskalation. Etwa sieben von zehn nennen ein dauerhaftes Waffenstillstandsabkommen und stabile Energiepreise als besonders wichtige Ziele. Für 72 Prozent ist es dringlich, den Anstieg der Benzin- und Heizölpreise zu begrenzen. Lediglich rund zwei von zehn Befragten sprechen sich dafür aus, die Militäreinsätze in Iran fortzusetzen. Damit berührt der Krieg zunehmend auch wirtschaftliche Alltagssorgen in den USA.
Der Konflikt hat zudem konkrete menschliche Folgen für die US-Streitkräfte. Seit Kriegsbeginn wurden nach Angaben von AP 18 amerikanische Soldaten getötet. Die Befragung folgte auf eine fast zweiwöchige Eskalation im Juli: Die USA griffen iranische militärische und wirtschaftliche Ziele an, Iran wiederum attackierte US-Stützpunkte im Nahen Osten.
Am Abend des 1. August erklärte Trump, die US-Streitkräfte sollten vorerst keine neuen Angriffe auf Iran ausführen. Er verwies auf angebliche Grundzüge einer Vereinbarung, die eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der iranischen Nuklearbedrohung vorsehen solle. Eine öffentliche Bestätigung Teherans lag zunächst nicht vor.
Die Ankündigung folgte auf widersprüchliche Signale aus Washington. Noch am Vortag hatte Trump schwere neue Angriffe als Druckmittel für Verhandlungen in Aussicht gestellt. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman äußerte laut AP in einem Telefonat mit Trump Sorge vor iranischen Vergeltungsangriffen auf Energieanlagen am Golf. Das Weiße Haus bestätigte das Gespräch, machte jedoch keine Angaben zu dessen Inhalt.
Quellen
- Associated Press: AP-NORC-Umfrage zur US-Meinung über den Iran-Krieg
- Associated Press: Trumps Ankündigung zu weiteren Angriffen auf Iran
- Franceinfo: Bericht zur AP-NORC-Umfrage
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).